Fifa-Entscheid: Transferverbot für den FC Barcelona

Fifa-Entscheid
Transferverbot für den FC Barcelona

Der FC Barcelona ist wegen Wechseln von minderjährigen Spielern von der Fifa mit einem Transferverbot belegt worden. Die Strafe gilt für zwei Wechselperioden. Der Klub hat schon angekündigt, Einspruch einlegen zu wollen.
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ZürichPaukenschlag in Zürich: Der FC Barcelona muss in den anstehenden zwei Spielzeiten mit seinem bestehenden Kader um Messi und Neymar auskommen: Der Fußball-Weltverband Fifa hat den amtierenden spanischen Meister wegen des Transfers von minderjährigen Spielern mit einem Transferverbot belegt und angewiesen, „die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen zu legalisieren“.

Die Strafe gilt für zwei volle Wechselperioden, teilte die Fifa am Mittwoch mit. In dieser Zeit darf der Verein keine Spieler kaufen. Zudem muss Barcelona eine Strafe von 450.000 Schweizer Franken zahlen

Auch der spanische Verband RFEF muss wegen der Verstöße gegen Artikel 19 des „Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern“ 410.000 Euro (500.000 Schweizer Franken) bezahlen. Die Fifa forderte den RFEF auf, „innerhalb eines Jahres sein Regelwerk und das bestehende System bezüglich des internationalen Transfers von Minderjährigen im Fußball zu legalisieren“.

Der Klub wie der spanische Verband erhielten zudem von der Fifa-Disziplinarkommission eine offizielle Rüge. Die harte Fifa-Sanktion könnte auch Auswirkungen auf den möglichen Wechsel von Marc-André ter Stegen nach Barcelona haben.

„Ich habe davon noch nichts gehört und ich weiß nicht, was ihr jetzt von mir wollt. Ich will dazu nichts sagen. Fakt ist: ich werde Borussia auf jeden Fall im Sommer verlassen“, sagte der Torhüter von Borussia Mönchengladbach am Mittwoch der Zeitung „Express“.

Auch ein Vereinssprecher des Bundesligisten erklärte lediglich: „Wir sagen dazu nichts.“ Entscheidend ist ob der Wechsel schon fix und der Vertrag zwischen ter Stegen und Barça bereits unterzeichnet ist. Dann würde die Fifa-Strafe nicht greifen.

„Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die über verschiedene Zeiträume zwischen 2009 und 2013 beim Verein registriert waren und mit diesem an Wettbewerben teilnahmen“, hieß es. Dem spanischen 22-fachen Meister werden demnach Verstöße gegen die internationalen Transferbestimmungen bei zehn minderjährigen Spielern vorgeworfen.

Der Verein muss eine Geldstrafe in Höhe von 450.000 Schweizer Franken bezahlen und wurde zudem angewiesen, „die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen zu legalisieren“. Barcelona und der Ligaverband können nach Fifa-Angaben gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.

Der FC Barcelona will gegen das Transferverbot Einspruch einlegen. „Unsere Schule zur Ausbildung von Nachwuchsfußballern ist weltweit ein Vorbild“, sagte ein Vereinssprecher des spanischen Meisters am Mittwoch der Nachrichtenagentur Efe. Das Reglement, auf das die Fifa sich berufe, stelle das Modell der Ausbildung von Talenten infrage.

Die Deutsche Fußballliga begrüßte das Urteil: „Ungeachtet des Vereins, den das Urteil jetzt trifft, begrüße ich, dass die Fifa den Schutz von Minderjährigen ernst nimmt und den Auswüchsen, dass schon Spieler unter 18 Jahren international transferiert werden, entgegentritt. Das ist ein richtiges Signal", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig der „Welt“.

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