Fifa-Ermittlungen
Englands Verbandschef fordert WM-Boykott Deutschlands

FA-Verbandschef Dyke fordert Deutschland zu WM-Boykott auf: Aus Protest gegen Blatter müssten die zehn größten Fußballverbände von einer WM zurücktreten. Indes weist Südafrika alle Vorwürfe wegen der WM 2010 zurück.
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LondonEnglands Fußball-Verbandspräsident Greg Dyke hat Deutschland und andere wichtige Fußball-Nationen aus Protest gegen den wiedergewählten Fifa-Präsident Joseph Blatter zu einem WM-Boykott aufgerufen. Dieser müsse von mindestens „zehn großen Ländern“ unterstützt werden, um Auswirkungen zu haben, sagte Dyke dem BBC Radio.

„Ansonsten ist es zwecklos.“ Die Fifa würde „nur ernsthafte Maßnahmen unternehmen, wenn es genug Opposition gibt. Das wären sicherlich wir, das wären sicherlich die Niederländer, das wären sicherlich die Deutschen, die einen Wechsel forderten und weiter einen Wechsel fordern.“

Diese Woche wollen die Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union Uefa vor dem Champions-League-Finale in Berlin über eine gemeinsame Strategie beraten. Uefa-Präsident Michel Platini hatte schon vor dem Fifa-Kongress in Zürich am vergangenen Wochenende für den Fall einer fünften Amtszeit Blatters den Rückzug europäischer Mannschaften aus allen Fifa-Wettbewerben nicht ausgeschlossen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte sich allerdings danach klar gegen ein deutsches Fernbleiben bei der Weltmeisterschaft ausgesprochen. „Boykott ist eine schlechte Waffe. Wir haben uns so oft gegen Boykott ausgesprochen und das sollte auch die Grundhaltung sein“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes.

Indes wies der südafrikanische Sportminister Fikile Mbalula Bestechungsvorwürfe rund um die Vergabe der Fußball-WM 2010 erneut vehement zurück. Bei den Anschuldigungen handele es sich um „Lügen“ und „Propaganda“, die darauf abzielten, den guten Ruf Südafrikas zu zerstören, hieß es in einer Mitteilung Mbalulas. Es seien keine Steuergelder verwendet worden, um von der FIFA den Zuschlag für die WM zu erhalten. Südafrika sei wütend über die Anklage der amerikanischen Justizbehörden, die versuchten, die Regierung in Pretoria als korrupt darzustellen, zitierte die Online-Nachrichtenseite „Eyewitness News“ den Minister am Montag.

Der frühere Chef des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft, Danny Jordaan, hatte zuvor eine Sonderzahlung von zehn Millionen Dollar eingeräumt. Das Geld sei jedoch entgegen einer Anklageschrift der US-Justizbehörden keine Bestechung der FIFA gewesen.

Jordaan zufolge wurde das Geld 2008 an die Konföderation von Nord- und Mittelamerika CONCACAF bezahlt, um den Sport dort zu fördern. CONCACAF-Präsident war damals FIFA-Vizepräsident Jack Warner, der zuletzt aufgrund der Bestechungsvorwürfe zeitweise festgenommen worden war. Jordaan argumentierte weiter, dass Südafrika bereits 2004 den Zuschlag für die WM bekommen habe, weshalb eine Bestechung vier Jahre später überhaupt keinen Sinn gemacht hätte. 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Korruption ist in Form von Lobbyismus Gang und Gebe. In Brüssel läuft nichts ohne Lobbyuismus, in Deutschland machte die Partei der Besserverdienenden Gesetze (Mövenpickgesetz) gegen Parteispenden. Wer Geld hat, kann sich alles kaufen. Mit TTIP werden alle Gesetze durch die Konzerne käuflich sein.
    Warum stört das nun ausgerechnet beim Fußball? Der Sachverhalt ist seit Jahren bekannt? Und an den Toten in Katar wird sich wohl keiner ernsthaft stören - die USA schon gar nicht.

    Also kommt man zu dem Schluß, dass es nur darum geht, Rußland die WM wegzunehmen: Lächerlich!!!

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