Fifa-Exekutivkomitee
Beckenbauer setzt DFB unter Druck

Franz Beckenbauer setzt den Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Druck und hat DFB-Boss Theo Zwanziger aufgefordert für das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa zu kandidieren.

Lichtgestalt Franz Beckenbauer setzt den Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Druck und hat einmal mehr DFB-Boss Theo Zwanziger zur Kandidatur für das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa aufgefordert. "Es ist nicht so: Ein Deutscher ist weg, ein Deutscher kommt nach. Es gibt viele, die in dieses Gremium mit reinwollen. Das ist mit der gesuchteste Job, den Du überhaupt im Weltfußball haben kannst. Da kann man sich vorstellen, wer da alles hineindrängt. Das ist kein Selbstgänger. Der einzige, der es schaffen würde, ist Theo Zwanziger", sagte der 65-Jährige bei Sky.

Beckenbauer hatte am vergangenen Donnerstag erwartungsgemäß seinen Rückzug als Mitglied in der "Regierung" des Weltfußballs unter Vorsitz von Fifa-Boss Joseph S. Blatter angekündigt. Der DFB muss nun bis Januar 2011 einen möglichen Nachfolge-Kandidaten bestimmen. Am 22. März wird der Uefa-Kongress den vakanten Posten neu besetzen. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte das Amt bereits abgelehnt. Sollte DFB-Präsident Zwanziger nicht antreten, wären DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach oder Ligaverbands-Boss Reinhard Rauball die einzigen möglichen Ersatz-Kandidaten.

Zwanziger selbst, der bei einer Kandidatur im Jahr rund drei Monate für Uefa oder Fifa auf Reisen wäre, hält sich - eine eigene Kandidatur betreffend - noch bedeckt. "Wir werden jetzt ganz in Ruhe darüber nachdenken, wie wir uns für die im kommenden Jahr anstehende Wahl eines Nachfolgers aufstellen", sagte Zwanziger, der seit März 2009 im Exekutivkomitee der Uefa vertreten ist. Der ehemalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder war einst kurzfristig sowohl im Exko der Fifa als auch der Uefa vertreten.

© SID

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