Fußball
Fifa kann trotz Urteils weiter klagen

Der Weltfußballverband Fifa hat die WM-Marke in Karlsruhe größtenteils verloren, nicht aber die Werbeschlacht rund um das größte Sportereignis dieses Jahres.

BERLIN. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) muss die Fifa-Marke Fußball-WM 2006 auf Antrag von Ferrero gelöscht werden. Auch die noch allgemeinere Marke WM 2006 darf nach dem oft missverstandenen BGH-Urteil von der Fifa nicht mehr im direkten Zusammenhang mit der WM verwendet werden.

Dennoch hat der Verein aus Zürich nur eine Schlacht, nicht aber den Krieg verloren. "Die Entscheidung kommt zu spät. Das Patentamt hätte die Marken gar nicht erst eintragen dürfen", kritisiert Tobias Boeckh, Markenexperte der Berliner Kanzlei Hertin die Entscheidung.

38 Tage vor dem Anstoß im Eröffnungsspiel haben die meisten Unternehmen ihre Werbestrategien schon festgelegt und Werbebudgets weitestgehend ausgegeben. Damit ist das Werbekonzept der Fifa trotz einer schwacher Rechtsposition weitgehend aufgegangen. Und auch jetzt kann die Fifa Unternehmen, die mit der WM werben wollen, juristischen Ärger bereiten.

Eine Marke verleiht dem Inhaber Exklusivität und das Recht, gegen alle ähnlichen Kennzeichen vorzugehen, wenn die Gefahr besteht, dass Verbraucher Markenprodukte mit den Waren anderer Hersteller verwechseln können. Nach Ansicht des BGH konnten Verbraucher die WM-Marken aber gar nicht als Herkunftsbezeichnung für Fifa-Produkte verstehen, sondern nur als Bezeichnungen für das sportliche Ereignis selbst. Keine Marke, keine Exklusivität.

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