Fifa plant verstärkte Kontrollen
Doping-Tests im Vorfeld der WM

Der Internationale Fußballverband Fifa denkt als Reaktion auf die mexikanische Doping-Affäre beim Confederations Cup über Kontrollen vor der WM 2006 nach.

HB FRANKFURT/MAIN. Die medizinische Kommission beschäftige sich damit, sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter am Montag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main. Auf jeden Fall sollen Ergebnisse von möglicherweise intern durchgeführten Doping-Tests dem Weltverband vor Beginn der Titelkämpfe im kommenden Jahr vorliegen.

Es gehe nicht nur um Kontrolle, "sondern um Prävention", betonte Blatter, nachdem der mexikanische Verband erst im Verlauf des Confed- Cups die positiven Dopingbefunde seiner beiden Nationalspieler Aaron Galindo und Salvador Carmona bestätigt hatte. Der FIFA-Chef stellte zudem klar, dass der Einsatz der beiden Akteure in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Japan und Brasilien aus Sicht der FIFA legitim gewesen sei. "Sie waren qualifiziert, am Wettbewerb teilzunehmen, so lange der eigene Verband sie nicht zurückgezogen hatte", meinte Blatter. "Das Ergebnis wurde erst bekannt, als der Wettbewerb schon gestartet war."

So wurde auch die Fifa von der Mexikanischen Fußball-Föderation FMF im Unklaren gelassen. Erst zwei Tage nach den Berichten der mittelamerikanischen Medien über den Nachweis von Nandrolon-Spuren in den Dopingproben von Galindo und Carmona bestätigte die FMF die Meldungen. Die Fifa forderte daraufhin die "lückenlose Aufklärung" der Vorfälle. "Wir hatten ein Problem mit der mexikanischen Delegation im Zusammenhang mit einer in Mexiko in der Verantwortung des nationalen Verbandes durchgeführten Doping-Kontrolle", gab Blatter zu.

Der angeforderte Bericht liegt der Fifa noch nicht komplett vor. "Die Frage ist, wie die FMF den Fall behandeln wird. Wir werden das beobachten und notfalls eingreifen", stellte Blatter klar. Es sei dann an der Fifa zu entscheiden, "ob wir eine disziplinarische Untersuchung einleiten", sagte Blatter, der noch einmal betonte, dass alle bislang bei der Mini-WM durchgeführten 56 Kontrollen - darunter Tests auf das Blutdopingmittel EPO - negativ ausgefallen seien.

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