Fifa-Präsident
Prinz Ali kandidiert als Blatter-Nachfolger

Einmal ist keinmal: der jordanische Prinz Ali al-Hussein stellt sich erneut als Kandidat für das Amt des Fifa-Präsidenten zur Verfügung. Im Mai war Prinz Ali krachend im Wahlgang gegen Sepp Blatter gescheitert.
  • 0

AmmanPrinz Ali bin al-Hussein bewirbt sich offiziell als Nachfolger von Joseph S. Blatter für das Präsidenten-Amt beim Fußball-Weltverband Fifa. Dies gab der Jordanier am Mittwoch bekannt. Er sei der einzige Kandidat mit dem Mut, der Korruption im Weltfußball entgegenzutreten, teilte der 39-Jährige mit.  

„Ich stehe hier an diesem alten Platz im zeitlosen Herzen von Amman, um ein weiteres Mal meine Kandidatur für die Fifa-Präsidentschaft zu verkünden", sagte Prinz Ali vor Anhängern im römischen Amphitheater der jordanischen Hauptstadt. Die Wahl findet am 26. Februar auf dem außerordentlichen Verbandskongress in Zürich statt.

Bereits im Mai war Prinz Ali gegen Blatter angetreten, hatte im ersten Wahlgang aber nur 73 von 209 Stimmen erhalten. Vor dem zweiten Wahlgang zog er seine Kandidatur zurück, damit blieb Blatter Präsident. Angesichts der Skandale und Korruptions-Beschuldigungen rund um den Weltverband kündigte der Schweizer aber Anfang Juni seinen Rückzug an.

Vor Prinz Ali hatten Uefa-Präsident Michel Platini (Frankreich) und der ehemalige Fifa-Vizepräsident Chung Mong-Joon (Südkorea) ihre Kandidaturen offiziell verkündet. Neben den beiden Topfunktionären, denen Prinz Ali wegen ihrer Zugehörigkeit zum maroden Fifa-System die Eignung für die Fifa-Präsidentschaft abspricht, haben auch Brasiliens Ikone Zico sowie Liberias Verbandschef Musa Bility, David Nakhid aus Trinidad und Tobago und der Nigerianer Segun Odegbami Interesse an einer Kandidatur signalisiert. Die Frist zur Abgabe der Bewerbung für Blatters Nachfolge läuft am 26. Oktober ab.

Kommentare zu " Fifa-Präsident: Prinz Ali kandidiert als Blatter-Nachfolger"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%