Fifa setzt harte Linie gegen einzelne Mitglieder fort
Termine für WM in Südafrika stehen

Der nächste Fußball-Weltmeister wird am 11. Juli 2010 gekürt. Der Weltverband Fifa legte die Daten für das WM-Turnier in vier Jahren in Südafrika fest. Das Eröffnungsspiel ist demnach für den 11. Juni 2010 terminiert.

dpa ZÜRICH. Ein Jahr zuvor wird vom 14. bis 27. Juni 2009 an den Spielorten Port Elizabeth, Bloemfontein, Johannesburg, Pretoria und Rustenburg der Confederations Cup ausgetragen. Die Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen findet am 23. November 2007 in Durban statt. Eine Entscheidung über den WM-Gastgeber 2014 soll ebenfalls im November 2007 fallen. Als Favorit gilt Brasilien.

Bei seiner Sitzung in Zürich forderte das Fifa-Exekutivkomitee die südafrikanischen Organisatoren auf, die Stadionbauten an den zehn WM-Orten unverzüglich in Angriff zu nehmen. Zuletzt hatte es Kritik an Verzögerungen und sogar Gerüchte gegeben, wonach die erste WM auf afrikanischem Boden wegen Organisationsmängeln gefährdet sei. DFB- Generalsekretär Horst R. Schmidt war zum Berater der lokalen WM-Macher ernannt worden und weilt regelmäßig im Kap-Staat.

Begehrlichkeiten nach mehr Startplätzen einzelner Föderationen erteilte das höchste Fifa-Gremium eine Absage. Es gilt praktisch der gleiche Verteilungsschlüssel wie für die WM 2006. Afrika kann aber durch das automatische Startrecht des Gastgebers Südafrika diesmal mit sechs Nationen einen Vertreter mehr stellen. Aus Europa kommen dafür diesmal 13 statt 14 Mannschaften, da Deutschland seinen Gastgeberbonus verliert. Asien stellt mindestens vier Mannschaften, der Ozeanien-Sieger geht diesmal gegen einen asiatischen Kontrahenten in die Relegation. Aus Südamerika qualifizieren sich ebenso vier Teams, eine weitere Mannschaft kann sich in der Relegation gegen einen Vertreter aus Nord- und Mittelamerika (3 feste Starter) durchsetzen.

Sollte sich für die WM 2014 nur ein Kandidat melden und dieser alle Voraussetzungen erfüllen, will die Fifa das Auswahlverfahren beschleunigen. Brasilien gilt als einziger ernsthafter Bewerber.

Die Fifa setzte derweil ihre harte Linie gegen Mitgliedsländer fort, in denen die Unabhängigkeit der Verbände von staatlichen Institutionen nicht gewährleistet ist. Der Iran wurde suspendiert und hat eine Woche Zeit die Bedingungen zu akzeptieren. Die Suspendierung Kenias wurde bestätigt. In Polen, Albanien und Peru sollen Kommissionen Lösungen konzipieren. Gibraltar wurde derweil die Aufnahme in die Fifa verweigert.

Zur Klärung des Problems von Versicherungsfragen bei Verletzungen von zu ihren Nationalteams abgestellten Profis setzte die Fifa eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz ihres deutschen Exekutivmitglieds Gerhard Mayer-Vorfelder ein. Einige europäische Vereine liegen mit Uefa und Fifa im Rechtsstreit um Kompensationszahlungen, weil sich ihre Spieler bei internationalen Einsätzen verletzt haben.

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