Fifa-Signale
Katar für Fußball-WM 2022 wohl zu klein

Katar hat schlechte Karten, wenn es um Ausrichtung der WM 2022 geht. Der Golfstaat hat sich zwar bei der Fifa beworben, das Emirat ist aber nach Ansicht des Weltverbandes zu klein. Dennoch gibt es auf offizieller Seite es weiterhin Hoffnung.

Der Mini-Wüstenstaat Katar hat im Rennen um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2022 trotz des neuen WM-Botschafters Zinedine Zidane wohl schlechte Karten. Der Golfstaat sei einfach zu klein, ließ der Fifa-Offizielle Harold Mayne-Nicholls nach einer dreitägigen Inspektionstour durchblicken. "Ein ähnlich kompaktes Konzept gab es zuletzt 1930 in Uruguay. Damals hatten wir allerdings nur 13 Teilnehmer, heute sind es 32", sagte der Chilene. Schlechte Noten gab es zudem für die noch fehlenden Unterkünfte und das schlecht ausgebaute Transportsystem.

Immerhin: Über einen großen Fürsprecher verfügt das kleine Emirat seit Freitag. Der dreimalige Weltfußballer Zidane übernahm offiziell die Rolle eines WM-Botschafters. "Fußball ist für jeden da. Gerade die Jugendlichen im Mittleren Osten sehnen sich nach einer WM", sagte der Weltmeister von 1998.

Auch auf offizieller Seite gibt es weiterhin Hoffnung. "Wir glauben fest daran, dass unsere Zeit gekommen ist. Wir möchten der Welt beweisen, dass der Mittlere Osten genau wie Südafrika in der Lage ist, das größte Turnier der Welt auszurichten", sagte Mohammed bin Hammad bin Khalifa Al Thani, Mitglied der königlichen Familie und Chef der Bewerbungskommission. Kommenden Januar findet in Katar, das mit knapp 11 500 Quadratkilometern kleiner als Schleswig-Holstein ist, die Asien-Meisterschaft statt.

Neben Katar, das die letzte Station auf der Fifa-Rundreise durch die Bewerberländer ist, zählen Japan, Südkorea, Australien und die USA zu den aussichtsreichsten Konkurrenten um die Ausrichtung der WM-Endrunde 2022. Es gilt als fast sicher, dass die WM 2018 in Europa stattfindet. England, Russland sowie die Kandidaten-Duos Spanien/Portugal und Niederlande/Belgien haben dann die besten Karten. Am 2. Dezember entscheidet die Fifa-Exekutive in Zürich, wo die beiden kommenden WM-Turniere ausgetragen werden.

© SID

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