Fifa-Skandal
US-Fußballboss gibt unglückliche Figur ab

Erst macht die US-Justiz dem Weltfußballverband Fifa Druck – jetzt ziehen Politiker nach. Ein Senatsausschuss nimmt den Chef des US-Verbandes ins Verhör. Ein schwieriger Auftritt für Dan Flynn.
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WashingtonDer Generalsekretär des US-Fußballverbandes, Dan Flynn, hat bei einer Senatsanhörung eingeräumt, seit längerem ein „ungutes Gefühl“ bei Entscheidungen der Fifa gehabt zu haben. Um an die Öffentlichkeit zu gehen, hätten ihm aber die „harten Fakten“ gefehlt, sagte er am Mittwoch (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. Angesichts des Korruptionsskandals forderte Flynn eine rasche Reform des Weltfußballverbands. Mehrere Politiker nahmen ihn ins Verhör und fragten ihn, warum er so lange untätig geblieben sei.

Bei der Befragung durch den Verbraucherschutz-Ausschuss im US-Senat, der auch für Sport zuständig ist, ging es sowohl um die Vorwürfe von Schmiergeldzahlungen bei WM-Vergaben als auch um die Ausbeutung von ausländischen Arbeitern auf WM-Baustellen in Katar. Der Senat ist eine der beiden Kammern des US-Parlaments.

Flynn stellte in seiner vorformulierten Zeugenaussage zum Auftakt heraus: „Wir glauben, dass die Reform an der Spitze beginnen muss – angefangen bei der Wahl eines neuen Fifa-Chefs angesichts der Tatsache, dass Herr (Joseph) Blatter seinen Rücktritt angekündigt hat.“

Auf eine spätere Frage, was ihn skeptisch mit Blick auf den Weltverband werden ließ, sagte Flynn: „Die Art, wie Jack Warner und Chuck Blazer ihre Treffen organisierten.“ Warner und Blazer führten zeitweise gemeinsam den Concacaf-Verband, der für Nord- und Zentralamerika sowie die Karibik zuständig ist und dem die USA angehören.

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„Die Fifa ist ein großes Geschäft“

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