„Fifa steht auf dem Spiel“
Blatter ätzt gegen Uefa und den DFB

Fifa-Chef Joseph Blatter stichelt wieder gegen Uefa und DFB. Er wirft den Verbänden vor, sich gegen ethische Verhaltensregeln zu sperren. Unterdessen hat der erste Fifa-Funktionär der Auslieferung in die USA zugestimmt.
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ZürichFifa-Präsident Joseph Blatter hat anderthalb Wochen vor der Sitzung des Exekutivkomitees erneut gegen seine Gegner in der europäischen Fußball-Union Uefa gestichelt. „Für die europäischen Kreise gibt es dabei nur ein Thema: die Wahl des Präsidenten“, schrieb der Schweizer in dem Magazin „FIFAWeekly“ mit Blick auf das Treffen am 20. Juli.

Bei der Versammlung des Gremiums soll unter anderem das Datum für den außerordentlichen Fifa-Kongress festgelegt werden, bei dem ein neuer Präsident gewählt werden soll.

Noch wichtiger seien allerdings jene Reformen, die bisher noch nicht umgesetzt wurden, meinte Blatter. Dafür brauche es eine Willensbekundung vom Exekutivkomitee und vom Kongress.

„Letztlich ist die Besetzung des Präsidentenpostens nur ein Nebenschauplatz - allerdings einer im gleissenden Scheinwerferlicht“, schrieb er in seiner am Freitag veröffentlichten Kolumne. „Ich hoffe, dass sich der Kongress davon nicht blenden lässt. Denn auf dem Spiel steht die Fifa - nicht mehr und nicht weniger.“

Der 79-Jährige hatte am 2. Juni unter dem Eindruck der jüngsten Korruptionsskandale bei der Fifa seinen Rücktritt angekündigt. Zu seinen schärfsten Kritikern zählen Uefa-Chef Michel Platini und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Er warf der Uefa und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) wieder einmal vor, sich gegen ethische Verhaltensregeln zu sperren. „Die Uefa hat bis heute keine Ethikkommission, der deutsche Verband hat keine Ethikkommission“, erklärte Blatter.

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Fifa-Funktionär wird ausgeliefert

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