Fußball
Fifa verhängt harte Geldstrafe gegen Mexikaner

Der Fußball-Weltverband Fifa hat im Zuge der Doping-Affäre um Mexikos Nationalspieler Aaron Galindo und Salvador Carmona harte Geldstrafen ausgesprochen. Der mexikanische Teamarzt wurde zudem für zwei Jahre gesperrt.

Im Zuge der Doping-Affäre um die mexikanischen Nationalspieler Aaron Galindo und Salvador Carmona beim Konföderationen-Pokal in Deutschland hat der Fußball-Weltverband Fifa hart durchgegriffen und hohe Geldstrafen gegen den Verband verhängt.

Der mexikanische Verband (FMF) muss 750 000 Schweizer Franken (490 000 Euro) Strafe zahlen und erhielt ebenso wie FMF-Präsident Jose Alberto de la Torre (13 000 Euro Strafe) und Teamarzt Jose Luis Serrano (3 300 Euro) einen offiziellen Verweis. Dr. Nicolas Zarur, Vorsitzender der medizinischen Kommission des FMF, darf zudem in den kommenden zwei Jahren sein Amt nicht ausüben.

Keine offizielle Begründung für Strafe

Dies teilte die Fifa, die mit dem Urteil alle Ergebnisse der "Mini-WM" endgültig bestätigte, nach der Anhörung von insgesamt zehn Mexikanern in Zürich am Mittwochabend mit. Neben den verurteilten Personen wurden unter anderem auch die beiden gedopten Spieler und Nationaltrainer Ricardo La Volpe vernommen. Eine offizielle Begründung für die Strafen nannte die Fifa nicht. Der FMF kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der mexikanische Verband hatte Galindo und Carmona vor drei Wochen wegen der Einnahme des verbotenen anabolen Steroids Nandrolon mit einer einjährigen Dopingsperre belegt. Während des "Confed-Cups" waren die beiden Spieler plötzlich nach Hause geschickt worden.

Die mexikanische Delegation ließ die Öffentlichkeit zunächst im Unklaren über die Gründe. Danach stellten die Mexikaner die Vermutung auf, dass die beiden Akteure möglicherweise kontaminiert wurden, womit demnach kein wissentliches Doping hätte vorliegen können.

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hatte die Handhabe des mexikanischen Verbandes scharf kritisiert und damals die "Liederlichkeit, mit der diese Angelegenheit behandelt wurde" verurteilt. Die Fifa wollte auch überprüfen, ob die einjährige Sperre für Galindo und Carmona angemessen sei. Nach der Anhörung betonte der Weltverband aber, dass es dem mexikanischen Verband obliege, die Dopingfälle seiner Spiele "endgültig zu behandeln". Normalerweise zieht Doping im Fußball zweijährige Sperren nach sich.

© SID

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