Fifa-Vizepräsident
Jack Warners „Fußball-Tsunami“ bleibt aus

Der unter Bestechungsverdacht stehende Fifa-Vizepräsident macht einen Rückzieher: Jack Warner will nun doch auf die Veröffentlichung seines E-Mail-Verkehrs mit Fifa-Präsident Sepp Blatter verzichten.
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Felicity/TrinidadEntgegen seiner Drohung will Fifa-Vizepräsident Jack Warner nun doch keinen angeblich brisanten E-Mail-Verkehr mit dem wiedergewählten Fußball-Weltverbandschef Joseph Blatter veröffentlichen. Warner erklärte am Sonntag in Trinidad, die Mails würden privat bleiben. Der wegen Manipulationsvorwürfen suspendierte Funktionär begründete dies mit entsprechenden juristischen Ratschlägen aus dem In- und Ausland.

Der Chef des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf) hatte zuvor angekündigt, er werde seinen „Fußball-Tsunami“ fortsetzen. Warner vollzog jedoch binnen weniger Tage zum zweiten Mal eine Kehrtwende. Vor dem Fifa-Kongress in der vorigen Woche hatte er trotz der Vorwürfe gegen Blatter die Mitglieder der Karibischen Fußball-Union (CFU) überraschend aufgefordert, wie zuvor beschlossen für eine Wiederwahl des Schweizers zu stimmen.

Seinen Anhängern sagte Warner am Sonntag in Trinidad und Tobago, dass er unschuldig sei und niemand ihm vorwerfen könne, Geld angenommen zu haben. Warner war vor einer Woche wegen des Verdachts der Bestechung von der Fifa suspendiert worden.

Der Fußball-Weltverband untersucht, ob Warner und Mohamed bin Hammam, der frühere Gegenkandidat des am Mittwoch wiedergewählten Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, versucht haben, Mitglieder des karibischen Fußballverbandes zu bestechen. Warner und bin Hammam weisen die Vorwürfe zurück. Beide gehörten zuvor dem Exekutivkomitee der Fifa an.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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