Finale der Champions League
Die Stehauf-Mannschaft aus Turin

Juventus Turin hat es überraschend in das Champions-League-Finale geschafft. Aber für Überraschungen war der Fiat-Verein schon oft gut. Mit dem Spiel gegen den FC Barcelona folgt nun der Showdown in Berlin.
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Mailand„Die Chancen stehen 50 zu 50“, ist Franco Bonatti überzeugt. Bonatti ist Tifoso, also Fußballfan, seit er sieben Jahre alt ist. Und zwar von Juventus Turin. Damals hat den heutigen Rentner vor allem Giampiero Boniperti überzeugt. Heute gilt seine Bewunderung Paul Pogba , Roberto Pereyra, Arturo Vidal und dem Kapitän Claudio Marchisio. Er will sie siegen sehen im Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona.

„Juventus kommt aus einer langen Phase der Rekonstruktion und der Angst vor großen Gegnern“, analysiert Fußballfan Bonatti detailliert die Lage seines Vereins. „Aber sie sind das bessere Team.“ Die ersten 15 Minuten werden entscheidend sein, meint er. Wer da besser spielt, gewinne wahrscheinlich das Spiel.

Noch vor wenigen Jahren hätte wohl keiner damit gerechnet, dass im Jahr 2015 ausgerechnet Juventus Turin im Finale steht. „Von der Provinz zum Champions-League-Finale in Berlin: Ein großer Klub ist zurück“, titelte denn auch die Sportzeitung Corriere dello Sport nach dem Finaleinzug.

Der Verein, der seit den 20er Jahren der Fiat-Gründer-Familie Agnelli gehört und seit 2001 an der Börse notiert ist, hat viele Höhen und Tiefen hinter sich. Im Jahr 2004 beschäftigte eine Doping-Affäre den Verein, auch wenn sie mit Freisprüchen endete.  Zwei Jahre später katapultierte ein enormer Manipulationsskandal Juventus in die zweite Liga: „Wegen „strukturierten Sportbetrugs“ wurden dem Verein zwei Meistertitel aberkannt

Außerdem mussten die Turiner runter in die zweite Liga, die „Serie B“, und dort mit 17 Minuspunkten starten. Zahlreiche Leistungsträger wie Fabio Cannavaro, Gianluca Zambrotta, Lilian Thuram, Zlatan Ibrahimovic und Patrick Vieira verließen den Verein.

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