Finale in Wembley
Briten drücken Dortmund die Daumen

Deutsche Klubs marschieren nach Wembley – die Briten freuen sich drauf, wobei es vor dem Finale auch nicht an heftiger Kriegsrhetorik mangelt. Doch statt zu neiden, analysieren sie nüchtern das deutsche Erfolgsrezept.
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LondonAn Kriegsmetaphern herrscht in der englischen Presse mal wieder kein Mangel. „Die Deutschen kommen“, schreibt die „Sun“ und Schlagzeilen wie „Deutsche Invasion in Wembley“ machen die Runde. Aber diesmal ist Freude und Bewunderung, nicht Furcht und Schrecken der Tenor.

Es ist fast, als würde am 25. Mai im Wembley Stadion beim Finale der Champions League eine Befreiungsarmee im Land einmarschieren, die von der Bevölkerung am Straßenrand mit Jubel und Blumen begrüßt wird. Jedenfalls hält Vazi im pakistanischen Zeitungsladen gleich grinsend den Daumen hoch, als ich die Zeitung abhole. „Super Fußball“, strahlt er. Man kann als Deutscher in London jetzt mit geschwellter Brust über die Straße gehen.

Die Bewunderung für den deutschen Fußball wächst schon seit Wochen und hat mit dem Bayern-Sieg über Real Madrid einen Höhepunkt erreicht. Überall wird man als Deutscher auf die Stärke der deutschen Mannschaften angesprochen. Sogar Patrick*, Pressesprecher im britischen Schatzamt, will am Telefon nichts von Steueroasen wissen, sondern über Bundesligaspiele sprechen. „Die Bundesliga ist jetzt die beste Liga in Europa“, sprudelt es aus ihm heraus.

„Good luck, Robert and the Dortmund Team. We are rooting for you“, kommentiert „Salford Red“ unter einem Bericht der „Daily Mail“ über Dortmund Stürmer Robert Lewandowski: „Viel Glück, wir drücken euch die Daumen.“

Dortmund gilt als „Underdog“ im Kampf gegen Bayern und das Herz der Engländer schlägt bekanntlich für diejenigen, die mit den geringeren Siegerchancen ausgestattet sind. Allenfalls in der „Sun“ ist die Debatte ein bisschen zurückhaltender. „O my gosh“, schreibt masterAK.

„Die Deutschen auf dem Marsch. Macht die Pubs auf, ihr werdet mit dem Bierverkauf ein Vermögen machen“. Im Internet werden Karten für das Endspiel ab 1344 Pfund (1585 Euro) angeboten und die Website verspricht, die „ganze Deutsche Affäre“ werde „ein massives Spiel für beide Clubs“. Fast genüsslich wird der Siegeszug des FC Bayern zum Finale nacherzählt. „Die Bayern spielten Arsenal in ihrem eigenen Hinterhof in Grund und Boden“.

Aber jenseits der Bewunderung für die deutschen Klubs und der Freude auf das Endspiel hat eine nachdenkliche Debatte im englischen Fußball begonnen. „Premier Clubs waren einmal die Top Dogs in Europa. Dann wurden sie von den Spaniern auf den zweiten Platz verwiesen.

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  • Das Aushägeschild des deutschen Fußballs, der
    FC-Kriminellen-Präsi tritt an mit Uhrenschmuggler Kinderschä**der der Brandstifter ist leider noch kein Freigänger und der Kriminellen-Präsi ist nur gegen Kaution auf freien Fuß.

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