Fußball
"Fohlen" gastieren auf Bayerns neuer Spielwiese

Die Zeit des Wartens und der Testspiele hat ein Ende: Mit dem ewig jungen Klassiker zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach wird heute um 20.30 Uhr die 43. Bundesliga-Saison eingeläutet.

Die Pause war kurz, die neue Saison wird umso länger: Für die Asse des FC Bayern München startet heute mit dem Auftaktmatch gegen Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr/live in ARD und Premiere) nicht nur die 43. Spielzeit in der Bundesliga, sondern auch ein Fußballjahr, an dessen Ende die WM in Deutschland steht.

Bayern-Manager Uli Hoeneß hat seine Stars bei der Pflichtspiel-Premiere in der mit 66 000 Zuschauern ausverkauften neuen Allianz-Arena entsprechend aufgefordert, sämtliche "Nebengeräusche" aus der Vorbereitung zu vergessen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: "Wir wollen deutscher Meister werden. Da gibt es überhaupt keine Ausreden."

So ganz sicher ist sich der Top-Favorit der Liga aber nicht, wo er zu Beginn der WM-Saison steht. "Man ist nervös, unsicher und weiß nicht genau, wie die Vorbereitung einzuschätzen ist. Das werden wir erst gegen Gladbach erfahren. Bei den Nationalspielern müssen wir Abstriche machen", meinte Trainer Felix Magath.

Auch DFB-Kapitän Michael Ballack sorgt sich weniger um den Gegner als vielmehr um das eigene Leistungsvermögen: "Wir sind gut vorbereitet, aber die Confed-Cup-Teilnehmer brauchen noch Zeit. Wir müssen noch die richtige Mischung finden." Besondere Motivation versprechen sich die Verantwortlichen des FC Bayern vom neuen Stadion in München. "Darauf hoffen wir", so Rummenigge. Am Freitag werde man die wahre Stimmung in der Arena erleben, hofft Hoeneß: "Das besondere Flair dieses Stadions wird erst jetzt richtig zum Tragen kommen. Wir sind alle nervös und gespannt."

Zahlen sprechen für den FC Bayern

Große Sorgen, dass es gegen Gladbach gleich zum Start der neuen Saison ein böses Erwachen geben könnte, muss sich der deutsche Rekordmeister, der zuletzt neun Bundesligaspiele in Folge gewonnen hat, allerdings nicht machen. Die Borussia war immer ein gern gesehener Punktelieferant in München. Insgesamt 29 Niederlagen und 103 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Der bisher einzige Sieg datiert vom 14. Oktober 1995 (2:1). Die Bayern seien nach wie vor die "Übermannschaft" in Deutschland, sagt der neue Trainer Horst Köppel, "da kann ich nicht sagen, die hauen wir einfach weg".

Elber im Mittelpunkt des Interesses

Im Blickpunkt bei den Borussen steht vor allem Giovane Elber, obwohl der Brasilianer nach monatelanger Verletzungspause nicht für die Anfangself in Frage kommt. Der frühere Torjäger des FC Bayern wird aber erstmals in einem Punktspiel als Joker auf der Bank sitzen und würde seinen früheren Arbeitgeber, bei dem er sogar in die "Jahrhundert-Elf" gewählt worden war, liebend gerne den Auftakt vermiesen. Elber: "Reinkommen und das Siegtor machen, das ist mein Traum."

© SID

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