„Football Money League“
Revierklubs schließen zur Fußball-Elite auf

Gute Nachrichten für Pokalsieger Schalke 04 und Meister Borussia Dortmund. Laut Studie „Football Money League“ der Wirtschaftsprüfung Deloitte haben die beiden Klubs in der Geldrangliste des europäischen Fußballs Boden gut gemacht. Rekordmeister Bayern München behauptet sich als bester Bundesligist auf Rang vier hinter Real Madrid, Barcelona und Manchester United.
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KölnIm Norden Englands war die Europareise beendet. „Theatre of Dreams“ wird das Stadion von Manchester United auch genannt – der FC Schalke 04 musste dort seinen Traum vom Finale der Champions League begraben.  Mit 1:4 gingen die Königsblauen im letzten Frühjahr gegen eine B-Auswahl der Reds unter – das war es dann. Das Trostpflaster für das Aus im Halbfinale konnte sich allerdings sehen lassen: Knapp 40 Millionen Euro flossen in die Schalker Kasse. Der europäische Fußballverband Uefa überwies die Summe aus der TV-Zentralvermarktung der Champions League. Hinzu kamen üppige Spieltagserlöse aus dem Verkauf der Eintrittskarten für die Heimspiele.

Die Champions-League-Sause wirkt angenehm nach: In der Klub-Geldrangliste hat der FC Schalke wirtschaftlich einen mächtigen Sprung nach vorne gemacht. Ein weiterer Grund dafür: Auch der DFB-Pokal-Sieg im Mai 2011 brachte noch einmal acht bis zehn Millionen. Insgesamt um 45 Prozent von 139,8 auf 202,4 Millionen Euro konnte der Bundesligist seinen Umsatz in der vergangenen Saison steigern – kein anderer Klub in Europa legte so stark zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Football Money League“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, die die Fußball-Geldrangliste zum 15. Mal erstellt hat.

Die Schalker haben es damit geschafft, in die Top-Ten der umsatzstärksten europäischen Fußballklubs vorzustoßen. Eine starke wirtschaftliche Leistung: „Es ist seit Jahren das erste Mal, dass einer der zehn wirtschaftsstärksten Vereine verdrängt wird“, sagt Stefan Ludwig, Direktor der Sport-Business-Gruppe von Deloitte – nun traf es Juventus Turin, das für Schalke weichen musste. Das letzte Mal waren vor 14 Jahren mit Bayern München und dem damalige Champions-League-Sieger Borussia Dortmund zwei deutsche Vertreter unter den zehn erlöskräftigsten Klubs in Europa.

Seit Jahren gibt es kaum Bewegung auf den Spitzenplätzen. Real Madrid ist mit 479,5 Millionen Euro nach wie vor Umsatzkönig in Europa, Champions-League-Sieger FC Barcelona verteidigt mit 450,7 Millionen Euro Rang zwei, Manchester United behauptet den dritten Platz – allerdings mit deutlichem Abstand. Die Erlöse der Engländer betrugen zuletzt 367 Millionen Euro. Es folgt der deutsche Rekordmeister Bayern München (321,4 Mio.) vor dem Fünftplatzierten Arsenal London (251,1 Mio.). Hauptursache für die wirtschaftliche Dominanz der Spanier ist die dezentrale TV-Vermarktung. Im Gegensatz zu den anderen großen Ligen verkaufen die Klubs die Rechte an ihren Spielen in Eigenregie. „Madrid und Barcelona können gut die Hälfte der TV-Gelder für sich vereinnahmen“, sagt Ludwig.  Das Gefälle innerhalb der Primera División ist enorm. Mit Valencia auf Rang 19 findet sich nur ein weiterer spanischer Verein in der Deloitte-Rangliste – der Umsatz beträgt nicht einmal ein Viertel des Niveaus von Real Madrid.

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  • ... genau wie Zahnärzte!!^^

    Sie haben vollkommen Recht!
    Die italienischen, spanischen und auch englischen Vereine dürften, wenn das FinancialFairplay korrekt umgesetzt werden würde, in großem Maße vom internatinalen Wettbewerb ausgeschlossen werden.

    Das es aber so kommt, kann ich mir -leider- nicht vorstellen...

    Ps. Ich bewundere manche der im Artikel genannten Klubs für ihre sportlichen Leistungen. Trotzdem sollten auch und gerade im Sport die alten Kaufmannsregeln FÜR ALLE gelten, dass man z. B. nur soviel ausgeben darf, wie man auch vorher verdient hat...

  • Jeder Kaufmann weiß, Umsatz ja, aber nicht unbedingt Gewinn. Es soll Vereine geben, die leben regelrecht von der Substanz. Quasi von der Hand in den Mund.

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