Franco Foda und Thorsten Fink
Deutsche Trainerexporte auf Erfolgskurs

Nicht nur in der Wirtschaft ist Deutschland Export-Weltmeister, auch beim Fußball ist das Trainer-Gütesiegel "made in Germany" einiges wert. Bestes Beispiel sind die Ligen in Österreich und der Schweiz.
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Graz/BaselDer eine wurde von seinen Spielern rasiert, dem anderen wurde ein blauer Kübel mit Champagner über den Kopf gestülpt: Nach ihren Titeln mit Sturm Graz in Österreich und dem FC Basel in der Schweiz mussten die deutschen Fußball-Trainer Franco Foda und Thorsten Fink einiges über sich ergehen lassen. Jeweils am letzten Spieltag in ihren Ligen hatten sie am Mittwochabend mit ihren Mannschaften die Meisterschaften perfekt gemacht - und den Startschuss zu ausgiebigen Feiern gegeben.  

„Wenn man im letzten Jahr den Cupsieg holt und dieses Jahr Meister ist, geht ein Traum in Erfüllung. Jetzt werden wir einmal zwei, drei Tage feiern“, sagte „Kojak“ Foda. Nach dem Pokal-Sieg 2010 hatte er versprochen, sich im Fall der Meisterschaft von seinen Haaren zu trennen. Nach dem 2:1 gegen Wacker Innsbruck, mit dem das Team aus der Steiermark die finanzstärkere Konkurrenz vom RB Salzburg und Austria Wien auf Distanz gehalten hatte, war die Rasur fällig. Selbst die Anzeige wegen Betrugverdachts nach dem merkwürdigen 2:1 vom Sturm gegen Wiener Neustadt am vorletzten Spieltag trübte die Freude nicht.  

Der Titel ist der Schlusspunkt hinter dem Stück „Vom Pleiteverein zur Meistermannschaft“, Regisseur: Franco Foda. 2006 hatte Sturm Graz Konkurs angemeldet. Damals übernahm der 45-Jährige zum zweiten Mal den Cheftrainer-Posten. Nach 14 Jahren ist er eine Institution in Graz. An allen drei Meistertiteln war er beteiligt, 1998 und 1999 als Spieler, nun als Trainer.

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Das Meisterstück beim anderen FCB

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