Frankfurt in der Torkrise
Eintracht auch in Hannover torlos

Eintracht Frankfurt steckt weiter in der Torkrise. Der Aufsteiger kam am Sonntag bei Hannover 96 nicht über ein 0:0 hinaus und blieb somit im fünften Spiel nacheinander ohne eigenen Treffer.
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HannoverHannover 96 hat im Kampf um die dritte Europa-League-Qualifikation in Folge einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Nach zuletzt fünf Heimsiegen in Folge kam die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka gegen "Lieblingsgegner" Eintracht Frankfurt nur zu einem trostlose 0:0. Anstatt sich dichter an die Europacup-Plätze heranzupirschen, hängen die Niedersachsen im Niemandsland der Tabelle fest.

Doch auch die Eintracht, die seit über 25 Jahren auf einen Erfolg bei 96 wartet, kann mit dem Remis nicht viel anfangen. Durch das fünfte Spiel in Folge ohne Tor und Sieg rutschten die Hessen erstmals seit dem 16. Spieltag aus den Champions-League-Plätzen. Derbysieger Schalke hat mit dem Erfolg gegen Borussia Dortmund am Samstag (2:1) auf den fünften Rang verdrängt.

Beide Mannschaften boten eine über weite Strecken ganz schwache Vorstellung. 96 agierte zu lange viel zu passiv, und die nun seit 504 Minuten auf ein Tor wartende Eintracht präsentierte sich trotz spielerischer Vorteile vor dem gegnerischen Tor mal wieder zu harmlos. Zudem wurde einem regulären Treffer von Alexander Meier kurz nach der Pause wegen Abseits die Anerkennung verweigert (49.).

Gute Nachrichten hatte es für die 96-Fans vor dem Spiel gegeben: Zum einen erklärte Klubboss Martin Kind die "E-Mail-Affäre" zwischen Trainer Slomka und Sportdirektor Jörg Schmadtke nach einem klärenden Gespräch offiziell für beendet. Zum anderen stand der von Meister Dortmund umgarnte Mame Diouf, der zuletzt ein Angebot zur Vertragsverlängerung in Hannover ausgeschlagen hatte, nach überstandenen Knöchelproblemen wieder in der Startelf.

Doch die Rückkehr des Top-Torjägers zeigte zunächst nicht die erhoffte Wirkung. Anstatt mit breiter Brust nach vorne zu spielen, igelte sich Hannover in der Defensive ein und lauerte auf Konter. Weil aber auch den Frankfurtern, bei denen der gelb-gesperrte Mittelfeldspieler Sebastian Rode erstmals in dieser Saison nicht zur Anfangsformation gehörte, nicht viel einfiel, herrschte vor 44.800 Zuschauern die große Langeweile.

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