Fußball
Frankfurt kämpft um Spielberechtigung für Chris

Eintracht Frankfurt will seinen Abwehrspieler Chris durch die Zahlung einer Geldstrafe aus seiner Sperre herauskaufen. Derzeit spricht der Klub mit dem Spieler über eine Vorfinanzierung des Betrages.

Das letzte Wort ist im "Fall Chris" für Eintracht Frankfurt noch lange nicht gesprochen: Der Bundesligist kann weiter auf den Einsatz des vom Internationen Sportgerichtshof (CAS) gesperrten brasilianischen Profis hoffen. Der CAS bestätigte der Eintracht am Freitag, dass die Sperre bis zum 18. Oktober 2005 durch die vorzeitige Zahlung der ebenfalls verhängten Geldstrafe in Höhe von rund 250 000 Euro aufgehoben werden kann. Die Frankfurter Klubverantwortlichen hatten zuvor den Plan gefasst, dem 26-Jährigen durch finanzielle Hilfe die Spielgenehmigung zu verschaffen.

Eintracht Frankfurt hat derweil im Rahmen eines gemeinsamen Treffens mit dem Berater und dem Rechtsanwalt von Chris ein Angebot zur Vorfinanzierung der Geldstrafe unterbreitet. Chris, der sich mit der Mannschaft im Trainingslager in Oberstaufen befindet und deshalb nicht an dem Gespräch teilnehmen konnte, wurde gebeten, sich bis zum nächsten Montag zu dem Angebot zu äußern, so dass im Einigungsfall von einer Aufhebung der Spielsperre Mitte der kommenden Woche ausgegangen werden kann.

Chris hatte zu früh bei Prudentopolis unterschrieben

Am Dienstag hatte der CAS den Südamerikaner für drei Monate gesperrt und zudem die Geldstrafe ausgesprochen. Damit bestätigte das Gericht in Lausanne die Sperre des Weltverbandes Fifa und hob die vorläufige Entscheidung vom Januar wieder auf. Demnach war der Abwehrspieler bis zu einer endgültigen Entscheidung spielberechtigt gewesen.

Die Fifa hatte Chris am 8. Dezember 2004 gesperrt, weil er einen Kontrakt beim brasilianischen Fünftligisten Prudentopolis SC unterzeichnet hatte, obwohl er noch bei der Eintracht unter Vertrag stand. Deshalb muss der Mittelfeldspieler die rund 250 000 Euro Strafe an Prudentopolis zahlen. Allerdings ist noch unklar, ob Chris nach Zahlung der Summe sofort wieder spielberechtigt ist oder die Sperre dennoch absitzen muss.

© SID

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