Frankfurter Flughafen ist gut gerüstet
Eingecheckt wird während der WM auf Kunstrasen

Wenigstens ein Tor der Deutschen soll zur Fußball-Weltmeisterschaft ganz weit offen stehen. Am Frankfurter Flughafen rüstet sich ein großes Team, um Fans, Mannschaften und Prominente aus aller Welt freundlich zu empfangen. Nach den Planungen des Flughafenbetreibers Fraport, der Lufthansa und der Fluglinie Emirates als FIFA-Sponsor ist zumindest sicher, dass auf "FRA" kein Passagier am Thema Fußball vorbei kommt.

HB FRANKFURT/MAIN. Fraport-Chef Wilhelm Bender hat die Losung ausgegeben: "Wir wollen eine Offensive des Charmes haben." Mit einem guten ersten Eindruck, so das Kalkül, kann Frankfurt und damit auch Deutschland bei den WM- Gästen für die Zukunft punkten, in der der Konkurrenzkampf zwischen den Luftfahrt-Drehkreuzen härter wird. Frankfurt lebt zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von den Umsteigern, gut die Hälfte der jährlich über 50 Mill. Passagiere verlässt die Flughafengebäude gar nicht. Wichtiger strategischer Gegner der Frankfurter ist ausgerechnet der Flughafen Dubai, dessen Heimatgesellschaft Emirates offizieller WM- Sponsor ist.

Die Araber halten mit den Details zu ihren Marketing-Plänen zur WM noch ein wenig hinter dem Berg. Klar ist immerhin, dass die Fluglinie die meisten ihrer rund 25 000 Tickets ganz gezielt zur Verkaufsförderung einsetzen wird. "Endverbraucher, die mit Emirates Business oder First Class fliegen, können Tickets für die Vorrunde erhalten. Je nach Wert des Flugtickets kann da auch noch ein Hotel dabei sein", sagt der Marketing-Manager Volker Greiner. Mit Außenwerbung werde man sich in Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und München ebenfalls nicht zurückhalten. "An allen vier Flughäfen, die wir in Deutschland anfliegen, wird man deutlich merken, dass Emirates Hauptsponsor der WM ist." Zudem hat sich die Fluglinie erst letzte Woche eine langfristige Präsenz im deutschen Fußball gesichert: Mit dem Hamburger SV wurde ein 15 Mill. Euro schwerer Sponsorenvertrag über drei Jahre geschlossen.

Die Lufthansa als Platzhirsch im Austragungsland hat das Thema Fußball ebenfalls breit angenommen, muss dabei aber die strengen Regeln beachten, mit denen der Weltfußballverband Fifa seine Sponsoren schützt. "Die FIifa schaut schon sehr genau auf die anderen Airlines, bislang haben wir aber mit unseren Aktivitäten keine Klagen und Abmahnungen ausgelöst", sagt Lufthansa-Sprecherin Amelie Lorenz.

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