Franziska van Almsick
„Mein Lieblingsspieler ist Tim Wiese“

Franziska van Almsick bricht fast ein Tabu: Sie bekennt sich öffentlich als Fan und Mitglied der TSG Hoffenheim. Im Interview erzählt sie, warum Dietmar Hopp nur gute Absichten hat und es ihm schwerfällt, loszulassen.
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BerlinFrau van Almsick, fangen wir ganz einfach an: Mögen Sie Fußball?

Franziska van Almsick: Ich habe früher eigentlich nie die Bundesliga verfolgt, nur mal bei EMs und WMs Fußball geschaut. Mittlerweile habe ich mehr Zeit und habe erkannt, dass es Spaß macht, eine Mannschaft über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Mal ist man enttäuscht, mal gewinnt man. Ich finde das wahnsinnig spannend.

Spannender als Schwimmen?

Das kann man nicht vergleichen. Schwimmen ist für einen kurzen Augenblick spannend. Da gibt es gleich einen Sieger. 200 Meter Freistil sind nach weniger als zwei Minuten vorbei. Eine Fußballsaison dauert fast ein ganzes Jahr.

Haben Sie mal selbst gespielt?

Früher in der Schule. Aber irgendwann wurde das Verletzungsrisiko zu groß. Eine Knieverletzung kann man als Leistungssportlerin nicht gebrauchen.

Sie haben 2011 den DFB-Pokal zum Finale aufs Feld getragen. Da jubelten ihnen 76.000 Zuschauer zu. So viele waren es beim Schwimmen nie, obwohl Sie ja nicht unerfolgreich waren. Waren Sie manchmal neidisch auf die Fußballer?

Ich habe diesen Auftritt natürlich genossen. Neid ist aber etwas, was ich grundsätzlich nicht kenne. Natürlich steckt im Fußball mehr Geld als im Schwimmen, die Schwimmvereine müssen um jeden Euro kämpfen. Aber Fußball ist nun einmal die Nummer eins in unserem Land. Ich habe großen Respekt vor Fußballern. Und ich weiß gar nicht, ob das so toll ist, jedes Wochenende vor so vielen Menschen zu spielen und sich jedes Wochenende auch von so vielen Menschen beurteilen zu lassen. Das hat alles sein Für und Wider.

Sie sind Fan und Mitglied der TSG Hoffenheim. Wie kam das denn?

Ich bin vor acht Jahren nach Heidelberg gezogen. Damals, da lege ich Wert drauf, spielte der Klub noch in der Dritten Liga. Ich habe miterlebt, wie der Verein bis in die Erste Liga aufgestiegen ist und fand es einfach schön, bei dieser Geburt dabei zu sein.

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