Fußball
Franzosen, Serben und Schweden lösen WM-Tickets

Frankreich, Serbien und Montenegro sowie Schweden haben sich als letzte europäische Teams direkt für die WM 2006 qualifiziert. Tschechien, die Türkei, Spanien, die Slowakei und die Schweiz sind in den Play-offs.

Am letzten Spieltag der Europa-Qualifikation zur WM 2006 in Deutschland haben sich Ex-Weltmeister Frankreich, Serbien und Montenegro und Schweden die letzten Direkttickets für die Titelkämpfe in Deutschland gesichert. Als Gruppenzweite folgten Tschechien, die Türkei, Spanien, die Slowakei und die Schweiz Norwegen in die Play-offs und spielen dort am 12. und 16. November die letzten drei europäischen Plätze für die Endrunde aus.

Die "Equipe tricolore" sicherte sich in der Gruppe vier mit einem 4:0 (3:0)-Erfolg gegen Zypern noch den Gruppensieg, weil die Schweizer in einer spannenden Partie in Irland nicht über ein 0:0 hinauskamen. Die Eidgenossen überholten aber dennoch die spielfreien Israelis. Der dreimalige Weltfußballer Zinedine Zidane (28.), Sylvain Wiltord (31.), Vikash Dhorasoo (43.) und Ludovic Giuly (84.) erzielten im nervenaufreibenden Fernduell mit den Schweizern die Tore für die Franzosen.

Serben siegen gegen Bosnien

Die Serben behielten beim 1:0 (1:0) im Nachbarduell gegen Bosnien-Herzegowina die Nerven und behaupteten Platz eins vor Ex-Europameister Spanien, dem das 6:0 (3:0) in San Marino nur zu Rang zwei reichte. In Belgrad war Mateja Kezman mit seinem Tor in der siebten Minute der Matchwinner für die Serben um den Schalker Bundesliga-Profi Mladen Krstajic. In Serravalla trafen Raul (1.), Fernando Torres (10., 77. und 88.) sowie Sergio Ramos (30. und 47.) für die Spanier.

Schweden qualifizierte sich durch ein 3:1 (2:1) gegen Island als einer der beiden besten Gruppenzweiten zum elften Mal für eine WM-Endrunde. Bei den "Tre Kronors" war in Stockholm Verlass auf die beiden Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic (Juventus Turin/30.) und Henrik Larsson (FC Barcelona/42.), die nach der Führung der Isländer durch Kari Arnason (25.) die Partie drehten. Für den Endstand sorgte Kim Kallström (90.).

Kroatien stand bereits zuvor als WM-Teilnehmer fest und sicherte mit Bundesliga-Profis Ivan Klasnic, Jurica Vranjes (beide Bremen) und Marko Babic (Leverkusen) durch ein 0:0 bei den von Lothar Matthäus trainierten Ungarn auch den Gruppensieg in der Gruppe 8. Im bedeutungslosen dritten Spiel der Gruppe kam Bulgarien nach einem Tor des Hannoveraners Tschawdar Jankow nicht über ein 1:1 (0:0) bei Tabellenschlusslicht Malta hinaus.

Türkei behält im Fernduell die Oberhand

Die Türkei musste in der Gruppe zwei beim mühsamen 1:0 (0:0)-Sieg in Albanien lange um den Einzug in die Play-off-Runde zittern, hatte am Ende im Fernduell gegen Dänemark und Europameister Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel aber doch die Nase vorn. Für die Griechen war der 1:0 (1:0)-Sieg gegen Georgien wertlos. Nach der verpassten Qualifikation steht die Zukunft von Erfolgscoach Rehhagel 15 Monate nach dem sensationellen EM-Triumph in Portugal in den Sternen. Der Treffer von Dimitris Papadopoulos (17.) war für die Hellenen zu wenig, weil sich die Konkurrenten keine Blöße gaben.

Die Dänen wurden trotz des von Michael Gravgaard (46.) und dem Stuttgarter Torjäger Jon Dahl Tomasson (48.) nach toller Vorarbeit des Schalkers Sören Larsen herausgeschossenen 2:1 (0:0)-Sieges in Kasachstan auch nur Gruppendritter hinter der Türkei. Vier Tage nach dem 2:1-Prestigeerfolg gegen Deutschland zeigten die Türken aber eine schwache Leistung gegen die vom früheren deutschen Nationalspieler Hans-Peter Briegel trainierten Albaner, die ihrem Coach einen Tag nach dessen 50. Geburtstag kein nachträgliches Geschenk machen konnten. Das erlösende Tor für die mit vier Bundesliga-Profis angetretenen Türken erzielte Metin Tümer (57.).

Rosicky eröffnet tschechischen Torreigen

Tschechien kletterte in der Gruppe 1 mit 27 Punkten an den spielfreien Rumänien (25) vorbei auf Platz zwei. In Helsinki erzielten Tomas Jun (6.), der Dortmunder Bundesliga-Profi Tomas Rosicky (51.) mit einem sehenswerten Direktschuss aus 18 Metern und der Ex-Gladbacher Marek Heinz (58.) die Tore für die drückend überlegenen Gäste. Der bereits qualifizierte Gruppensieger Niederlande kam zum Abschluss in Amsterdam nicht über ein 0:0 gegen Mazedonien hinaus.

Die Slowakei behauptete durch ein 0:0 in Bratislava gegen Russland den zweiten Platz in der Gruppe drei vor den Gästen und darf vor den Ausscheidungsspielen von der ersten WM-Teilnahme träumen. Die bereits zuvor als Gruppensieger feststehenden Portugiesen kamen zum Abschluss der Qualifikation zu einem 3:0 (2:0) gegen Lettland.

Den bedeutungslosen Gruppensieg in der Gruppe sechs holte England durch ein 2:1 (1:1) gegen Polen, beide hatten ihre WM-Tickets schon zuvor sicher. In der Gruppe fünf standen Italien (2:1 gegen Moldawien) als WM-Teilnehmer und Norwegen (1:0 in Weißrussland) als Play-off-Starter bereits fest.

© SID

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