Freie Plätze in den Stadien
Sponsoren-Tickets bleiben teilweise ungenutzt

Für die leeren Plätze auf den Rängen beim WM-Spiel der Niederlande in Leipzig waren nach Angaben des WM-OK nicht genutzte Sponsoren-Tickets verantwortlich. Über 1 000 Plätze waren in Leipzig frei geblieben.

Das deutsche Organisations-Komitee (OK) der Fußball-WM hat erstmals eingeräumt, dass Sponsoren für nicht voll besetzte Stadien verantwortlich sein könnten. "Wir haben jetzt herausgefunden, welche Gruppierung ihre Karten in Leipzig nicht genutzt hat. Es handelt sich vorrangig um Sponsoren", sagte Horst R. Schmidt, der für die Ticketvergabe verantwortliche erste OK-Vizepräsident, dem Berliner Tagesspiegel (Montag-Ausgabe).

Beim 1:0-Sieg der Niederlande gegen Serbien und Montenegro am 11. Juni in Leipzig waren mehr als 1 000 Sitze frei geblieben. Die beiden beteiligten Landesverbände hätten ihre Tickets genutzt. Mit dem Verhalten der Sponsoren lasse sich nach Ansicht Schmidts erklären, warum in vielen Stadien trotz des ausgeklügelten Ticketsystems die Anhänger bestimmter Mannschaften dominierten. "Viele Sponsoren haben ihre Kontingente für die England-Spiele vor allem in England verlost, auch die VIP-Karten sind vorrangig dort verkauft worden", sagte Schmidt.

Zu Beginn des Kartenverkaufs waren jedem Landesverband acht Prozent der Plätze bei ihren Spielen zugesichert worden. Nach Protesten etwa in England, Italien und den Niederlanden über das unzureichende Angebot wurde das Kontingent für nachfragestarke Verbände zu Jahresbeginn erhöht. Vor allem rückläufige Karten aus dem VIP-Ticketverkauf wurden hierfür verwendet. "Aber natürlich besorgen sich auch viele Karten auf privatem Wege", sagte Schmidt.

© SID

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