Freitag-Spiel in der Fußball-Bundesliga
Marcelinho will bei Niedersachsen-Derby punkten

In Marcelinho hat Bundesligist VfL Wolfsburg nicht nur einen Fußballer verpflichtet. Der "Entertainer" zieht bereits vor dem Anpfiff seines ersten Niedersachsen-Derbys wie gewohnt die Schlagzeilen auf sich. "Ich verspreche, dass wir in Hannover gewinnen", sagte der Brasilianer und machte für den Tag nach dem Gastspiel seines VfL Wolfsburg bei Hannover 96 (20.30 Uhr/live in arena) zur Sicherheit schon einen Termin bei seinem Frisör aus.

Gelingt Marcelinho sein erster Treffer für den VfL, will er sich und jeden Wolfsburger Fan damit belohnen, dass er sich eine neue Haarfarbe zulegt. Und selbst wenn er abermals nicht treffen sollte, hat sich die Verpflichtung des 31-Jährigen in der Winterpause für Wolfsburg ausgezahlt. Der bunte Vogel vertreibt mit seinem "Gezwitscher" das Graue-Maus-Image seines Arbeitgebers.

Zwölf Tore wolle er in dieser Saison noch erzielen, mit Wolfsburg die Uefa-Pokalplätze attackieren, ins Pokalfinale einziehen und in der Zukunft auch die Meisterschaft gewinnen, erklärte Marcelinho bei einem Treffen mit VfL-Fans.

Sieg gegen Leverkusen hat Luft verschafft

Denen würde es zunächst einmal genügen, wenn sich ihre Mannschaft von den Abstiegsplätzen absetzen könnte. Der 3:2-Sieg gegen Leverkusen vergangene Woche nach zuvor nur einem Punkt aus fünf Spielen hat Wolfsburg und Trainer Klaus Augenthaler Luft verschafft und die Stimmung aufgehellt.

"Wir sind auf einem guten Weg. Ich bin sehr zufrieden, wie es zuletzt lief", sagte Stürmer Diego Klimowicz, der wohl erneut mit dem im Aufwind befindlichen Nationalspieler Mike Hanke an seiner Seite das Wolfsburger Sturmduo bilden wird. Marcelinho soll sie zumindest ins Szene setzen, wenn er selbst das Tor nicht trifft.

Selbstbewusste 96er

In der Landeshauptstadt ist Trainer Dieter Hecking vor Marcelinho dennoch nicht bange. "Er ist ein guter Fußballer. Wolfsburg hat mit ihm deutlich an Spielkultur gewonnen. Aber auch Diego und Bastürk haben in den letzten Wochen gegen uns gespielt, und unser Mittelfeld hat das gut hinbekommen", so der Trainer.

96 hat allen Grund zum Selbstbewusstsein. Der ehemals Tabellenletzte hat sich inzwischen sieben Punkte Vorsprung auf Rang 16 herausgearbeitet und ist bereits Achter. "Wenn wir so auftreten wie in den vergangenen drei Spielen, kann es ein spannender Freitagabend mit gutem Ende für uns werden", sagte Hecking.

Auffällig zurzeit ist die Treffsicherheit der Hannoveraner Elf. Angesichts von neun Toren aus den vergangenen beiden Spielen scheint der Ausfall von Stürmer Thomas Brdaric und die Ladehemmung von Vahid Hashemian verkraftbar zu sein. Während Brdaric erneut am Knie operiert werden musste und weitere vier Wochen nicht zur Verfügung steht, peilt Hashemian das Ende seiner Torflaute an. "Vahid hatte in den letzten Spielen eine ordentliche Verfassung. Da ist eine aufsteigende Form zu erkennen", bescheinigte Hecking.

© SID

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