Freitagsspiel in der Fußball-Bundesliga
Schalke will Spitze gegen Angstgegner verteidigen

Hält die Schalker Erfolgsserie auch mit Rückkehrer Lincoln? Nach der Verletzungspause des launischen Brasilianers tritt S04 zum ersten Mal seit 20 Monaten wieder als Tabellenführer zu einem Spiel in der Bundesliga an. Doch auch wenn heute (20.30 Uhr/live bei arena) im kleinen Revierderby Abstiegskandidat VfL Bochum in der Veltins-Arena zu Gast ist, Trainer Mirko Slomka wieder aus dem Vollen schöpfen kann und die Lage auf Schalke ruhig wie schon lange nicht mehr ist - der 20. März 2005 ist für die Königsblauen Warnung genug.

"Als Schalke das letzte Mal ganz oben stand, ging die Tabellenführung leider sofort wieder verloren", sagte Slomka mit Blick auf die 1:2-Niederlage beim FSV Mainz 05, die damals den Anfang vom Ende aller Schalker Meisterträume bedeutete.

Auch wenn der Schalke-Coach die Verteidigung der Tabellenspitze als "große Motivation" bezeichnet, überbewerten will er sie nicht. Immerhin habe es in der laufenden Saison schon sieben verschiedene Tabellenführer gegeben. "Schön ist aber auf jeden Fall, dass wir die letzten drei Partien hintereinander gewonnen und zehn Punkte geholt haben", meinte Slomka.

Der 39-Jährige hat vor allem auf personeller Ebene eine schwere Entscheidungen zu treffen: Der Brasilianer Lincoln ist nach überstandenem Muskelfaserriss wieder einsatzbereit. Der Spielmacher, der die Verletzung in der Heimat auskurierte, habe sich "in bester Verfassung" zurückgemeldet. Dennoch will sich Slomka nicht festlegen: "Er war längere Zeit nicht bei der Mannschaft. Und die, die spielten, haben ihre Sache gut gemacht." Genau wie bei Kapitän Marcelo Bordon, der ebenfalls nach einem Muskelfaserriss zu Beginn der Woche noch Einzeltraining absolvieren musste, will Slomka "die letzten Trainingseindrücke abwarten".

Bochum rechnet sich Chancen aus

Die Bochumer haben sich allerdings zuletzt zu so etwas wie dem Angstgegner der Schalker gemausert und reisen zudem mit breiter Brust zu den Königsblauen. "Schalke ist sicherlich eine andere Nummer als wir, aber gerade in der Arena hat der VfL immer gut ausgesehen", meinte Trainer Marcel Koller. Die Bochumer Bilanz im WM-Stadion des Nachbarn ist sogar positiv: Zwei Siegen (2:0 und 2:1) steht nur eine Niederlage gegenüber, und die fiel mit 2:3 im November 2004 trotz einer 3:0-Führung der Schalker zur Pause am Ende denkbar knapp aus.

Auch aus dem kuriosen 4:3 gegen Eintracht Frankfurt ziehen die Bochumer Selbstvertrauen. Dass die Hessen vor allem aus eigenem Unvermögen das Spiel in Bochum nach einer 2:0-Führung noch verloren, ist für Koller sekundär. "Wenn etwas passt, braucht man nichts zu ändern", erklärte der Schweizer mit Blick auf die Startelf seines Teams am Freitag.

Über eine Änderung denkt Koller allerdings nach. Der gegen Frankfurt gesperrte Christoph Dabrowski könnte ins defensive Mittelfeld zurückkehren, dafür würde Marcel Maltritz wieder in der Abwehrzentrale spielen. Pavel Drsek oder Heiko Butscher müssten zunächst auf der Bank Platz nehmen.

© SID

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