Freitagsspiel in der Fußball Bundesliga
Stuttgart demütigt die Eintracht

Bundesligist VfB Stuttgart bleibt auf Champions-League-Kurs und hat mit dem vierten Sieg in Folge Vizemeister Werder Bremen zumindest für einen Tag überflügelt. Die Schwaben gewannen bei Eintracht Frankfurt 4:0 (3:0) und hielten mit nunmehr 44 Zählern Rekordmeister Bayern München weiter auf Distanz.

Die Bayern liegen vor ihrem Spiel am Samstag bei Alemannia Aachen nun bereits sieben Zähler hinter dem VfB, der selbst vorübergehend nur noch vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Schalke 04 aufweist. Die Eintracht steckt dagegen nach nunmehr sieben sieglosen Spielen in Serie mitten im Abstiegskampf.

VfB-Trainer Veh lobte seine Elf für ihre Spielstärke, war aber trotz des klaren Sieges nicht restlos zufrieden. „Es war bei uns nicht alles eitel Sonnenschein, denn wenn wir haben in der letzten Viertelstunde ein paar Chancen der Frankfurter zugelassen“, bilanzierte der Coach. „Wir sind nicht reif genug momentan und deshalb gehen wir verdient als Verlierer vom Platz. Jetzt sind wir im Abstiegskampf, ganz klar“, lautete das enttäuschte Fazit des Frankfurters Albert Streit.

Führung nach zwei Minuten

Vor 45 000 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena war es erneut der starke Mittelfeldspieler Roberto Hilbert, der mit einem frühen Tor die Stuttgarter Gala eröffnete (2.). Auch beim 4:1 gegen Bremen in der Vorwoche hatte Hilbert bereits nach drei Minuten den Sieg eingeleitet. Nationalstürmer Mario Gomez (16.) und der Mexikaner Ricardo Osorio mit seinem ersten Liga-Treffer zum 3:0 (44.) machten bereits im ersten Durchgang alles klar. Thomas Hitzlsperger setzte den Schlusspunkt (78.), als er bei einem Foulelfmeter im Nachschuss erfolgreich war und damit für den höchsten Auswärtssieg der Schwaben seit April 2004 sorgte.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw knüpften die Schwaben vor allem im ersten Abschnitt nahtlos an die starke Leistung gegen Vizemeister Bremen an. Erneut spielte dem VfB, der auf den verletzten Kapitän Fernando Meira verzichten musste, dabei die frühe Führung in die Hände. Der DFB-Pokal-Viertelfinalist aus Stuttgart konzentrierte sich über weite Strecken der Partie ganz auf Konter und stellte die indisponierte Eintracht-Abwehr damit ständig vor Probleme.

Frankfurt fehlt Selbstbewusstsein

Dagegen war den Frankfurtern, die auf den erneut wochenlang verletzten Kapitän Jermaine Jones sowie den rotgesperrten Linksverteidiger Christoph Spycher verzichten mussten, das fehlende Selbstbewusstsein nach zuletzt nur einem Sieg in zehn Spielen deutlich anzumerken. Erst nach ein paar Unaufmerksamkeiten der VfB-Abwehr gegen Ende der ersten Halbzeit ergaben sich gute Chancen für die Gastgeber. Doch zunächst scheiterte Albert Streit mit einem Freistoß am gut parierenden VfB-Keeper Timo Hildebrand (37.), anschließend verpassten Alexander Vasoski (37.) und Naohiro Takahara (43.) freistehend den möglichen Anschlusstreffer.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel mit der Einwechslung von Ioannis Amanatidis und Christoph Preuß dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Doch einem Treffer des griechischen Nationalspielers Amanatidis in der 56. Minute verweigerte Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) wegen Abseits die Anerkennung. Stattdessen kam es noch schlimmer: Nach einem Foul von Benjamin Huggel an Gomez zeigte Stark auf den Elfmeterpunkt.

© SID

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