Freude über den „Dreier“
Die Stimmen zur Partie Deutschland - Costa Rica

Nach dem 4:2-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft im Auftaktspiel der Weltmeisterschaft gegen Costa Rica hat der Sport-Informations-Dienst (sid) die Stimmen zum Spiel zusammengestellt.

Das Auftaktspiel der Weltmeisterschaft hat Gastgeber Deutschland mit 4:2 gegen Costa Rica in München gewonnen. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Stimmen zum Spiel zusammengestellt:

Klinsmann: "Froh, dass wir den ersten Dreier haben"

Bundestrainer Jürgen Klinsmann: "Wir sind froh, dass wir den ersten Dreier haben. Das Spiel war mit sechs Toren ein toller Auftakt für eine Fußball-WM. Natürlich hätten wir gerne zu Null gespielt, aber ein bisschen Nervosität war schon dabei. Wir haben uns vorgenommen, keine Gelbe Karte zu bekommen, weil die Schiedsrichter am Anfang eines solchen Turniers immer schnell durchgreifen. Mich hat begeistert, wie die Mannschaft auf die Gegentreffer reagiert hat. Die Mannschaft ist ein unheimlich hohes Tempo gegangen. Dabei kann immer mal wieder ein Fehler in der Rückwärtsbewegung passieren. Es ist klar, dass auch der Gegner seine Chancen bekommt. Aber ich habe heute sehr viel Positives gesehen. Toll wie Philipp Lahm gespielt hat. Er hat ein Tor vorbereitet und eins selber geschossen. Auch Miro Klose war unheimlich stark. Wir spüren, dass eine unglaubliche Energie bei uns ist. Da will einer das Beste für den anderen. Das Publikum spürt das. Fantastisch, wie die Fans mitgezogen haben. Tim Borowski hat stark gespielt. Er war viel in Bewegung. Er setzt in der Offensive Akzente und ackert auch in der Defensive. Wenn Michael Ballack wieder fit ist, dann ist er gesetzt. Ich habe allerdings die Verantwortung für die Spieler und konnte daher Ballack nicht aufstellen. Das habe ich ihm auch noch einmal erklärt."

Trainer Alexander Guimaraes (Costa Rica): "In diesem Spiel wurde deutlich, wo wir Schaden beim Gegner anrichten konnten und wo wir in der Abwehr aufpassen mussten. So haben wir beim ersten Tor nicht aufgepasst. Ein Fehler hat auch zum 1:2 geführt. Nach der Pause hat meine Mannschaft aber die Marschroute umgesetzt, ist aber in einen Konter gelaufen, der zum 1:3 führte. Danach haben wir das Spiel wieder mehr kontrollieren können."

Klose: "So habe ich mir das heute morgen vorgestellt"

Miroslov Klose: "So ungefähr habe ich mir das heute morgen vorgestellt. Wir haben uns durch blöde Fehlpässe das Leben selbst schwer gemacht und ärgerliche Gegentore kassiert. Wir müssen in den nächsten Spielen bei Ballverlusten noch schneller umschalten."

Bernd Schneider: "Wir wissen, dass wir am Defensiv-Verhalten noch arbeiten müssen. Wir haben es schon im Mittelfeld versäumt, den entscheidenden Pass in die Spitze zu verhindern."

Philipp Lahm: "Es hat noch nicht zu 100 Prozent gestimmt, aber der Auftakt konnte sich trotzdem sehen lassen. Bei meinem Tor gehörte ein wenig Glück dazu. Ich habe den Ball richtig getroffen, dann war das Ding drin. Es war wichtig, dass wir mit einem Sieg gestartet sind. Vor allem zu Hause, bei der großen Euphorie, die hier herrschte. Ein Teil des Erfolges gehört auch den Fans. Sie waren der zwölfte Mann."

Michael Ballack: "Natürlich ist es schade und enttäuschend, dass ich nicht dabei sein konnte. Ich hätte gerne gespielt. Freue mich aber für die Mannschaft, dass sie das so gut hinbekommen hat. Der Druck war schon größer als bei anderen Spielen. Wir haben zwei sensationelle Tore geschossen. Vier Treffer sind immer stark. Nach den Anschlusstreffern wurden wir für kurze Zeit etwas verhaltener. Ich wollte spielen, ich war beschwerdefrei. Doch die Entscheidung haben der Trainer und der Arzt getroffen. Sie haben gesagt, das Risiko ist zu groß. Das muss ich akzeptieren, das akzeptiere ich auch. Ich wollte spielen, doch Klinsmann musste mich bremsen. Für Fußballer ist das natürlich schade, da ich gerne dabei gewesen wäre. Wenn man sieht, was hier los war, da will man natürlich spielen. Ich freue mich nun auf das Polen-Spiel, darauf bereite ich mich vor."

Beckenbauer: Das Spiel hat mir sehr gefallen

Franz Beckenbauer: "Die Eröffnungsfeier war sehr gut. Auch das Spiel hat mir sehr gefallen. Es war vielleicht nicht die attraktivste Begegnung, aber die deutsche Mannschaft hat von der ersten Minute an gezeigt, dass sie Herr im Haus ist. Die Gegentore waren Schönheitsfehler. Man versucht schon seit Monaten an der Abwehr zu basteln, aber das gelingt nicht so richtig. Heute haben sie wieder zweimal geschlafen. Wenn man vorne aber immer ein Tor mehr schießt, ist das in Ordnung. Ich habe beide Tore als klare Abseitstore gesehen, aber wenn man die Wiederholung sieht ist es jeweils ganz knapp gewesen. Mit diesem Risiko muss man leben, wenn die Abwehr auf einer Linie spielt."

© SID

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