Freundschaftsspiel
Löw-Elf blamiert sich gegen Norwegen

Wenige Torchancen, kaum Spielfluss und zum Schluss ein gellendes Pfeifkonzert: Mit einem peinlichen 0:1 gegen Norwegen ist die deutsche Fußballnationalmannschaft ins Länderspieljahr 2009 gestartet. Die Elf von Kapität Michael Ballack enttäuschte auf ganzer Linie und muss sich auf dem Weg zur WM-Endrunde in Südafrika gehörig steigern.

Vor 45 000 Zuschauern in Düsseldorf erzielte Christian Grindheim in der 63. Minute den Siegtreffer für die "Wikinger", die im Jahr 2008 keinen einzigen Sieg errungen hatten. Damit wurde die DFB-Auswahl durch den Weltranglisten-58., der als Sparringspartner für die anstehenden Aufgaben in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein (28. März) und in Wales (1. April) dienen sollte, für ein viel zu behäbiges, ja teilweise lethargisches Spiel bestraft. Außerdem machte sich der dreimalige Welt- und Europameister, der erstmals unter Löw zwei Spiele in Folge verlor und sich so schwach wie selten unter seiner Ägide präsentierte, mit vielen Ballverlusten und zahlreichen Schwächen in der Hintermannschaft das Leben immer wieder selbst schwer.

"Wir haben keine gute Leistung gebracht. Wir müssen versuchen, gegen so ein Bollwerk schneller zu spielen und mehr Chancen herauszuarbeiten. Unser Spielaufbau war viel zu behäbig", räumte Kapitän Michael Ballack ein und Heiko Westermann ergänzte: "Wir sind für die nächsten Spiele gewarnt. Wir haben kein Mittel gefunden, die Norweger zu knacken."

Dabei konnte Löw im Gegensatz zum letzten Länderspiel gegen England (1:2) im November vergangenen Jahres wieder auf seine Idealformation im Mittelfeld zurückgreifen. Neben Kapitän Michael Ballack, der zu seinem 90. Länderspiel kam und damit in der Rekordliste zu Rudi Völler auf Platz 13 aufschloss, und Bastian Schweinsteiger sowie Piotr Trochowski stand auch erstmals seit dem EM-Finale wieder Torsten Frings in der Startformation.

Der Bremer, der nach seiner Degradierung zum Ersatzspieler harsche Kritik am Bundestrainer geäußert und gar mit Rücktritt gedroht hatte, passte sich aber dem schwachem Niveau an. So kam das deutsche Spiel in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in Schwung.

Die einzige Großchance im ersten Durchgang besaß der Stuttgarter Mario Gomez. Nach einer Kopfball-Vorlage seines Sturmpartners Miroslav Klose setzte der 23-Jährige, der vor gut zwei Jahren an gleicher Stelle beim 3:1 gegen die Schweiz sein Debüt für Deutschland gegeben und dabei sein erstes Länderspiel-Tor erzielt hatte, den Ball aus kurzer Entfernung neben das Tor (10.).

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