Frühes Cacau-Tor sichert Sieg
Stuttgart verschärft Gladbachs Krise

Die Schwaben bleiben Spitzenreiter Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga auf den Fersen. Gegen die Gäste vom Niederrhein genügte eine Energiesparleistung, um den FC Bayern zu überholen und zu Bremen aufzuschließen. In Mönchengladbach dürfte nach der erneuten Auswärtspleite der in der Kritik stehende Trainer Jupp Heynckes noch unruhigeren Zeiten entgegen sehen.

HB STUTTGART. Die Schwaben setzten sich am 14. Spieltag durch ein frühes Tor von Cacau (6.) mit 1:0 (1:0) gegen die Elf vom Niederrhein durch und liegen nur noch zwei Punkte hinter Schalke auf dem dritten Tabellenrang. Dagegen hält die Talfahrt der nun seit sieben Partien sieglosen Gladbacher weiter an, Trainer Jupp Heynckes gerät immer mehr unter Druck.

„Es passt momentan alles gegen uns. In der ersten Hälfte waren wir verunsichert. Dann haben wir viel Druck gemacht, sind aber nicht belohnt worden“, sagte Heynckes, der auf die WM-Fahrer Marcell Jansen, Oliver Neuville und Kasey Keller verzichten musste. Den US-Keeper vertrat Christofer Heimeroth, der schon nach sechs Minuten hinter sich greifen musste. Roberto Hilbert hatte geflankt und Cacau den von der Latte abprallenden Ball locker verwandelt. „Heimeroth war am Tor schuldlos, der Ball war abgefälscht“, sagte Heynckes und gab sich kämpferisch: „Wir glauben weiter an unsere Fähigkeiten und nehmen jeden Kampf an. Wir haben einen großen Willen“, erklärte „Don Jupp“ nach der Partie mit steinernem Gesichtsausdruck.

Nationaltorhüter Timo Hildebrand war mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch alles andere als zufrieden. „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit eingestellt und um den Ausgleich gebettelt“, schimpfte der Keeper, dessen Team einen sicher geglaubten Sieg in der Schlussphase beinahe noch fahrlässig verschenkt hätte. Nur die mangelnde Treffsicherheit der Borussia verhinderte nach der frühen VfB-Führung schmerzhafte Punktverluste.

Die 53 000 Zuschauer im Gottlieb-Daimler-Stadion sahen in der Anfangsphase klar überlegene Gastgeber, die eine große Spielfreude an den Tag legten und die Gladbacher Defensive mit schnellen Kombinationen mehrfach schlecht aussehen ließ. Die Bemühungen der Schwaben, die auf die verletzten Jon Dahl Tomasson (Bänderriss) und Sami Khedira (Adduktorenprobleme) verzichten mussten, wurden bereits nach wenigen Minuten belohnt. Bei seinem fünften Saisontor profitierte Cacau von einer verunglückten Flanke seines Teamkollegen Roberto Hilbert - der Ball prallte von der Querlatte direkt vor die Füße des Brasilianers.

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