Fußball
FSV Mainz hat Respekt vor Wind und Gegner

Heute kann der FSV Mainz 05 den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte perfekt machen. Beim isländischen Vertreter IB Keflavik wollen sich die Rheinhessen für die erste Hauptrunde des Uefa-Pokals qualifizieren.

Bis zum großen Glück ist es für den FSV Mainz 05 nur noch ein kleiner Schritt. Am heutigen Donnerstag tritt die Mannschaft von FSV-Trainer Jürgen Klopp im Rückspiel der zweiten Uefa-Cup-Qualifikationsrunde (21.15 Uhr/live im DSF) beim isländischen Pokalsieger IB Keflavik an. Vor dem Spiel warnte der Coach sein Team vor zu überheblichem Auftreten. "Uns geht es nur darum, in die Hauptrunde des Uefa-Cups einzuziehen. Das ist unser Ziel. Wir dürfen das Spiel in Island deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gerade im internationalen Wettbewerb hat man schon bei anderen Vereinen gesehen, dass das verhängnisvoll werden kann", so Klopp.

Denn nach dem glanzlosen 2:0-Erfolg im Hinspiel vor zwei Wochen haben die Rheinhessen beste Voraussetzungen, den größten Erfolg auf internationaler Bühne in der 100-jährigen Vereinsgeschichte unter Dach und Fach zu bringen. Auch personell hat Klopp keine Probleme, da bis auf auf die beiden Ersatz-Stürmer Niclas Weiland (Oberschenkelzerrung) und Ranisav Jovanovic (Adduktorenzerrung) alle Akteure zur Verfügung stehen.

Ungeahnte Kräfte werden freigesetzt

Bei FSV-Manager Christian Heidel setzt die mögliche Qualifikation für das lukrative internationale Geschäft nach dem mit zwei Niederlagen zum Saisonauftakt verpatzten Ligastart ohnehin ungeahnte Kräfte frei. "Für uns ist der Uefa-Cup wie Doping. Wir wollen unbedingt in die Hauptrunde einziehen und hoffen, dass wir einen renommierten Gegner zugelost bekommen. Alleine, dass wir schon zwei Mal zur Prime Time im Fernsehen zu sehen waren, ist ein Riesending für den Verein", meinte Heidel, der aufgrund der am Freitag in Monaco stattfindenden Uefa-Cup-Hauptrunden-Auslosung nicht mit nach Island reisen wird.

Das Rückspiel am Donnerstag im Stadion von Reykjavik, in dessen Katakomben der ehemalige DFB-Teamchef Rudi Völler nach dem 0:0 in der EM-Qualifikation gegen Island im September 2003 einst seinen legendären "Scheißdreck"-Auftritt hatte, wollen die Mainzer nicht ins offene Messer angehen. "Wir sind nicht dazu da, um zu zeigen, wie offensiv man in Island Fußball spielen kann. Wir wollen aus einer geordneten Defensive agieren und wenn wir dann noch ein Tor machen, dann sieht es sehr freundlich für uns aus", erklärte Klopp.

Klopp sorgt sich um den isländischen Wind

Den größten Bammel haben die Mainzer allerdings nicht vor dem allenfalls zweitklassigen Gegner, sondern vielmehr vor den völlig unberechenbaren Witterungsbedingungen. "Wir müssen uns vor allem auf den starken Wind einstellen", sagte Klopp, der nach dem Studium einiger Videos aus Island Kurioses zu berichten hatte: "In einem Fall hat ein Schiedsrichter ein Spiel erst abgebrochen, als der Ball beim Abschlag des Torwarts durch den Wind direkt wieder ins Toraus geflogen ist."

© SID

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