Fußball
Fünf Vereine kämpfen um den Aufstieg

Am heutigen Samstag um 13 Uhr wird die 2. Bundesliga in ihre 32. Saison gehen. Dabei könnte sich vor allem der Kampf um den Aufstieg spannend gestalten, da gleich fünf Klubs den Sprung ins Oberhaus meistern wollen.

Am heutigen Samstag zu ungewöhnlicher Zeit um 13 Uhr rollt auch in der 2. Bundesliga endlich wieder der Ball. Dabei könnte sich die Aufstiegsjagd wohl ganz unter dem Motto "drei aus fünf" gestalten. Denn neben den Bundesliga-Absteigern VfL Bochum, Hansa Rostock und SC Freiburg wollen auch Etat-Krösus 1 860 München und Alemannia Aachen den Sprung nach ganz oben schaffen. Auf dem Weg in Richtung Bundesliga werden zu Beginn gleich große Namen "geopfert": Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz wird beim VfL Bochum zum Auftakt wohl genauso auf der Bank sitzen wie Richard Golz beim SC Freiburg.

"Zielsetzung ist ganz klar der Aufstieg, da zählt das Team und nicht der Einzelne. Für all die Vorschusslorbeeren können wir uns nichts kaufen", sagt Bochums neuer Trainer Marcel Koller. Deshalb will der leise Nachfolger des Lautsprechers Peter Neururer am Samstagmittag beim 1. FC Saarbrücken nach Siegen in allen sieben Vorbereitungsspielen wieder gewinnen. Neben dem verletzten Joris van Hout dürfte auch Wosz in der Startelf fehlen - Zvjezdan Misimovic ist stattdessen erste Wahl.

Bochum wurde zum Aufstiegsfavoriten erklärt

Bochum wurde von allen 18 Zweitligatrainern zum Favoriten für den Aufstieg erklärt - genau wie die beiden anderen Absteiger. "Wir können uns finanziell nur ein Jahr zweite Liga leisten", bringt Achim Stocker als Präsident des SC Freiburg den "Aufstiegszwang" beim Absteiger-Trio auf den Punkt. Der Druck ist so groß, dass nicht einmal mehr die Entlassung von Trainer-Dino Volker Finke im Falle fehlender Siege ausgeschlossen wird. Der baut im Tor auf Alexander Walke statt des erfahrenen Golz. Trotzdem ist ein Sieg zum Auftakt am Sonntag gegen Wacker Burghausen genauso Pflicht wie für Hansa Rostock gegen den prominentesten der vier Aufsteiger, Kickers Offenbach.

"Natürlich müssen wir aufsteigen. Aber das wird schwierig, weil wir die Gejagten sind. Und die Zweite Liga ist unberechenbar und kein Wunschkonzert", sagt Hansa-Trainer Jörg Berger. Er hat gerade 18 Feldspieler im Kader, der Einsatz von Michael Hartmann ist zudem gefährdet. Ganz Ostdeutschland hofft auf den Wiederaufstieg des Kultvereins, denn Zuschauermagnet Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue gelten bestenfalls als Geheimfavoriten. "Das Wort mit dem großen A nehme ich lieber nicht in dem Mund", sagt Aues Präsident Uwe Leonhardt vor dem Auftakt am Montag gegen Alemannia Aachen.

1 860 München "zum Aufstieg verdammt"

Die Gäste, die mit 10 000 verkauften Dauerkarten einen Rekord aufstellten, machen aus ihren Bundesliga-Ambitionen genau wie 1 860 München keinen Hehl. 14 von 18 Zweitliga-Trainern halten das Verfolgerduo reif für den Aufstieg - und bei den "Löwen" ist der nach dem Umzug in die 340 Mill. Euro teure Allianz-Arena sogar Pflicht. "Wir sind zum Aufstieg verdammt", sagt Präsident Karl Auer vor dem Auftaktspiel am Sonntag beim LR Ahlen. Mit 15 Mill. Euro führt der Verein die Etat-Rangliste vor Freiburg (14,5), Bochum (14) und Rostock (13) an.

Den teuersten Neueinkauf mit 550 000 Euro Ablöse für Stefan Reisinger tätigten auch die Lokalrivalen des Rekordmeisters FC Bayern. Insgesamt stehen bei den sparsamen Vereinen Transferausgaben von 1,5 Mill. Einnahmen von fast sieben Mill. Euro gegenüber. Kein Wunder, denn nach dem Aufstieg der Zuschauer-Magneten 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt dürfte der Fan-Rekord von 3,7 Mill. aus der Vorsaison nicht erreicht werden. 1 860 München hat immerhin mit 12 000 fast ein Sechstel der Dauerkarten der Liga verkauft und kalkuliert mit 30 000 Fans pro Heimspiel - dafür ist allerdings ein erster Rang beim Aufstiegslotto "3 aus 5" Bedingung.

© SID

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