Fünf WM-Tickets sind noch zu vergeben
Zittern bis zum Schluss

Noch 239 Tage, dann werden die 32 besten Mannschaften der Welt um die Fußballkrone kämpfen. Aber werden wirklich die 32 besten dabei sein? Gilt die Fifa-Weltrangliste als Orientierung, müssen noch vier Teams der ersten 32 um die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland bangen, neun von ihnen sind schon jetzt aus dem Rennen. In der Relegation kämpfen zehn Länder um die noch offenen fünf Startplätze.

DÜSSELDORF. Dänemark, Griechenland, Irland, Kamerun, Kolumbien, Nigeria, Russland, Ägypten, Rumänien – allesamt unter den besten 32 Teams gelistet, aber allesamt werden sie bei dem Turnier vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 höchstens als Zuschauer dabei sein. Mehr Hoffnung können sich da noch die zehn Mannschaften machen, die den Sprung von der Qualifikation in die Relegation (Hinspiel: 12. November, Rückspiel: 16. November) geschafft haben.

Die Paarungen in den Play-off-Spielen stehen bereits fest. In der Europa-Gruppe trifft Schweiz zunächst vor heimischer Kulisse auf die Türkei. Spanien ist Gastgeber für die Slowakei. In der dritten Begegnung stehen sich Norwegen und die Tschechische Republik gegenüber. Für die Auslosung wurden die sechs Mannschaften gemäß ihrer Platzierung in der Fifa-Weltrangliste in zwei Töpfe verteilt. Je ein Team aus jedem Topf wurde für jede Paarung gezogen. Danach wurde ausgelost, wer zuerst Heimrecht hat.

Vor allem in Spanien wird mächtig gezittert. Das letzte Mal fehlten die Iberer bei der WM 1974 – ebenfalls in Deutschland. „Für uns steht in der Relegation sehr viel auf dem Spiel“, weiß deshalb Kapitän Raúl. Nun wird extra der 11. Spieltag der Primera Division verschoben, damit die Iberer sich optimal auf die K.o.-Runde vorbereiten können.

Während Spanien damit das Minimum sicherte, wird der Verbleib im WM-Rennen in der Schweiz als kleines Kunststück angesehen. „Das ist viel mehr, als man nach der Gruppen-Auslosung zu prophezeien gewagt hatte“, schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“. „Mein Herz ist stolz auf die Teamleistung“, meinte Trainer Köbi Kuhn. In Tschechien ist die Presse guter Dinge, dass die Mannschaft die Relegation übersteht: „Die Hoffnung lebt - jetzt nur noch zwei gute Spiele“, forderte „Pravo“.

Noch sicherer fühlen sich die Türken: „Deutschland, wir kommen!“ war die meist gebrauchte Schlagzeile. „Für die WM steht uns jetzt nichts mehr im Wege“, titelte „Fotomac“, nachdem die Türkei durch das 1:0 in Albanien neben den Dänen auch den Erzrivalen aus Griechenland ausgeschaltet hatte. Das sehen die Norweger allerdings etwas anders. „Nun wünschen sich alle die Türkei als Gegner“, schrieb die Zeitung „VG“. Die Norweger wollen nun den K.o. der Dänen im Fernduell mit den Türken rächen.

Seite 1:

Zittern bis zum Schluss

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%