Für Eröffnungsspiel gegen Costa Rica
System und Start-Elf stehen

Als am Freitagabend um 20.48 Uhr beim Stand von 3:0 für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Kolumbien der Schlusspfiff im Borussia-Park in Mönchengladbach ertönte, war sie endgültig beendet, Jürgen Klinsmanns zweijährige Aufbauarbeit für die Fußball-WM. Und jeden Zuschauer beschlich das sichere Gefühl: System und Startelf für das Eröffnungsspiel gegen Costa Rica am 9. Juni in München stehen - die WM kann kommen.

MÖNCHENGLADBACH/BERLIN. 27 Spiele, 39 eingesetzte Akteure, 12 Neulinge - der Bundestrainer hatte viel getestet und intensiv experimentiert. Zuletzt sogar noch gegen Japan mit einer offensiveren Mittelfeldvariante, die bei der Mannschaft auf wenig Gegenliebe getroffen war. Doch nach dieser Partie schienen auch bei dem 41-Jährigen die letzten Zweifel beseitigt und die Erkenntnis endgültig gereift: Etwas weniger Offensive ist manchmal mehr an Erfolgschancen.

Denn gegen Kolumbien hatte Klinsmann repariert, was gegen den Asienmeister nach hinten los gegangen war: Borowski, der sich in Leverkusen noch mit Ballack gegenseitig auf die Füße getreten war, musste wieder weichen, der Kapitän durfte von halbrechts zurück auf die zentrale Position und erhielt damit mehr Platz und Freiheiten. Der zukünftige Wahl-Londoner fühlte sich merklich wohler, war ständig anspielbar und tat in dieser Rolle dem Spiel der deutschen Mannschaft sichtlich gut.



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Die wirkte jedenfalls viel besser organisiert - nicht nur im Mittelfeld, sondern auch in der Abwehr, wo der dieses Mal wieder solide aufspielende Arne Friedrich und der trotz des Handicaps einer Ellenbogenschiene eine Bereicherung darstellende Philipp Lahm dieses Mal das Außenverteidigerpärchen bildeten. Beide erhielten - ungewöhnlich für Klinsmann - anschließend genau wie das Innenverteidiger-Duo Mertesacker/ Metzelder fast schon einen Freifahrtschein für das Eröffnungsspiel: "Diese Abwehrformation hat ein gutes Spiel geliefert und für Freitag beste Karten." Torhüter Jens Lehmann ist eh unumstritten, allerdings müssen seine Ausflüge als "Ersatz-Libero" weiterhin als Risiko eingestuft werden.

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