Fußball 2.Bundesliga
1 860 spricht fristlose Kündigung gegen Costa aus

Zweitligist 1 860 München und sein Abwehrchef Rodrigo Costa gehen in Zukunft getrennte Wege. Der abstiegsbedrohte Klub kündigte dem 30 Jahre alten Brasilianer "aus wichtigem Grund" fristlos.

Der sportlich und finanziell um die Existenz kämpfende Zweitligist 1 860 München hat sich von seinem Abwehrspieler Rodrigo Costa getrennt. Dem Brasilianer wurde die fristlose Kündigung "aus wichtigem Grund" ausgesprochen. Das teilte der Verein am Mittwoch mit. Die Kündigung erfolge "aufgrund wiederholter schwerer Verletzungen der arbeitsvertraglichen Pflichten des Spielers", sagte 1 860-Manager Stefan Reuter.

Leider sei man zu dem Schritt gezwungen gewesen, ergänzte Reuter, "nachdem Rodrigo Costa mir gegenüber erklärte, keinesfalls mehr unter dem gegenwärtigen Cheftrainer Walter Schachner spielen zu wollen. Eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit ist daher nicht mehr zumutbar." Costa hat am Mittwoch eine Anwaltskanzlei in München mit der Angelegenheit betraut. Das bestätigte die Agentur Rogon seines Spielerberaters Roger Wittmann dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Abmahnung wegen Kortison-Spritzen

Costa hätte eigentlich beim jüngsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC (2:0) sein Comeback geben sollen. Statt dessen saß der einstige Abwehrchef der "Löwen" auf der Bank, weil er sich zuvor abfällig über Schachner geäußert haben soll. Bereits Anfang des Jahres hatte der 30-Jährige eine Abmahnung erhalten, weil er sich unangemeldet Kortison spritzen gelassen hatte, das auf der Dopingliste steht.

Costa hatte noch einen Vertrag bis 2008 bei 1 860, der ihm ein Jahressalär von geschätzten 600 000 Euro pro Jahr eingebracht hätte. Für die "Löwen" absolvierte der Brasilianer seit 2002 insgesamt 106 Erst- und Zweitligaspiele und erzielte dabei vier Tore. In dieser Saison kam Costa 19-mal zum Einsatz und traf einmal.

© SID

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