Fußball 2.Bundesliga
Andersen beerbt Klopp in Mainz

Jörn Andersen wird neuer Trainer beim FSV Mainz 05 und damit Nachfolger von Jürgen Klopp. Der Norweger wurde am Dienstag offiziell vorgstellt, er erhält einen Kontrakt bis 2010.

Jörn Andersen ist als neuer Trainer beim Zweitligisten FSV Mainz 05 bestätigt, der Norweger wird damit der Nachfolger von Jürgen Klopp. Andersen, der sich erst wenige Stunden zuvor bei Zweitliga-Absteiger Kickers Offenbach verabschiedet hatte, erhält einen Zweiahresvertrag bis Juni 2010 und wurde am Dienstagnachmittag bei den Rheinhessen offiziell vorgestellt.

"Sicher ist es schwer, nach einer so starken Persönlichkeit wie Jürgen Klopp einen solchen Posten anzutreten. Aber ich bin selbst erfahren genug, und außerdem haben wir die gleiche Philosophie", sagte Andersen, der in seiner Profi-Zeit 1990 als erster ausländischer Spieler Bundesliga-Torschützenkönig war und jetzt den FSV zurück ins Oberhaus führen will.

Andersen erfüllt Anforderungen des Vereins

"Jörn Andersen ist eine gestandene Persönlichkeit, er verfügt über große Erfahrung im Profigeschäft. Seine Fußballphilosophie heißt 4-4-2 mit leidenschaftlichem Offensivfußball. Das deckt sich mit unserer Vorstellung von Fußball", sagte FSV-Manager Christian Heidel: "Darüber hinaus ist er ein Trainer, der immer einen guten Draht zu seinen Spielern gepflegt hat. Dies alles entspricht genau unserem Anforderungsprofil für den Trainerposten."

Klub-Präsident Harald Strutz ist "sehr froh über diese schnelle und sehr gute Lösung, die uns allen frühzeitig die weitere Kaderplanung ermöglicht und alle unsinnigen Spekulationen beendet." Co-Trainer von Andersen wird der frühere Mainzer Profi Jürgen Kramny.

Andersen tritt schweres Erbe in Mainz an

Am Vormittag hatte Andersens bisheriger Arbeitgeber Offenbach seine Angebote an den Coach und Manager Michael Dämgen zurückgezogen, obwohl noch am Montag eine weitere Zusammenarbeit angestrebt worden war. Nun soll der Andersen, der nach 243 Bundesligaspielen (67 Tore) für den 1. FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, den Hamburger SV und Dynamo Dresden als Trainer in Deutschland bei Rot-Weiß Oberhausen und Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach arbeitete, in Mainz das schwere Erbe des beliebten Klopp antreten, der den Verein nach 18 Jahren als Spieler und Trainer verlässt.

Den Ausschlag zum Wechsel nach Mainz hatte dabei unterdessen Andersens Frau gegeben, die sich in Offenbach nicht wohl gefühlt hatte. "Ich wollte eigentlich dort weiterarbeiten", gab Andersen zu und räumte ein, "in der letzten Nacht nicht viel geschlafen" zu haben.

© SID

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