Fußball 2.Bundesliga
Aufstiegskampf geht in die heiße Phase

In der 2. Bundesliga ist der Kampf um Platz zwei und drei voll entbrannt. Fünf Klubs können sich noch Hoffnung machen, wenn der 33. Spieltag heute ab 14 Uhr über die Bühne geht.

Fünf Bewerber für zwei begehrte Plätze: Zwei Spieltage vor Saisonende steht die 2. Bundesliga der Eliteklasse in puncto Spannung in nichts nach. Zwar gehen der FSV Mainz 05 und der 1. FC Nürnberg nach ihren Siegen am 32. Spieltag als Favoriten in den Endspurt um den zweiten Aufstiegsplatz hinter Meister SC Freiburg sowie den Relegationsrang, doch auch die Spvgg Greuther Fürth, Alemannia Aachen und der 1. FC Kaiserslautern dürfen noch hoffen.

Die Mainzer (57 Punkte) haben durch das 2:1 gegen den FSV Frankfurt zwar die besten Karten, der Club (56) ließ sich dank des 2:0 gegen den VfL Osnabrück aber nicht abschütteln. Unter Zugzwang stehen die Fürther (53.), die seit Jahren vergeblich dem Aufstieg hinterherlaufen. Die Franken mussten sich mit einem torlosen Remis in Freiburg begnügen und brauchen im Topspiel am heutigen Sonntag (14 Uhr/live bei Premiere) gegen Mainz nun unbedingt einen Sieg, um ihre Chance zu wahren.

Möhlmann: "Es ist kein echtes Endspiel"

"Es ist kein echtes Endspiel, denn ein Spiel reicht ja nicht, um an Mainz vorbeizuziehen. Aber ein Sieg gegen die Mainzer ist die absolute Voraussetzung, um am letzten Spieltag noch die theoretische Chance zu haben", sagte Fürths Trainer Benno Möhlmann.

Der Mainzer Torjäger Aristide Bance, der mit seinen Saisontoren Nummer elf und zwölf den FSV-Sieg fast im Alleingang perfekt gemacht hatte, hält vor der Reise zum Angstgegner (zuletzt sechs Niederlagen in Folge) allerdings nichts von den Fürther Gedankenspielen: "Ich wollte vor der Saison aufsteigen und wir werden aufsteigen."

Außenseiter-Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga haben auch noch Aachen und der FCK (beide 52 Punkte). Zumindest bei den Pfälzern, die im vergangenen Jahr erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft hatten, herrscht noch das Prinzip Hoffnung. "Wir haben es letztes Jahr selbst gelernt: Solange etwas theoretisch machbar ist, sollte man es in der Praxis nicht abhaken", äußerte Kapitän Axel Bellinghausen.

Schäfer: "Wir müssen in erster Linie auf uns schauen"

In einer deutlich besseren Position als die Aachener und die "Roten Teufel" befinden sich die Nürnberger. Das weiß auch Kapitän Raphael Schäfer. "Wir müssen in erster Linie auf uns schauen - und ein bisschen auf Mainz. Aber wenn wir die beiden letzten Spiele gewinnen, sind wir auf jeden Fall in der Relegation", sagte der Torwart, der mit seinem Team am Sonntag bei Hansa Rostock antreten muss, nach dem Erfolg gegen Osnabrück.

Spannung herrscht auch im Abstiegskampf. Dabei droht Osnabrück der Gang in die Relegation. Die Elf von Trainer Claus-Dieter Wollitz rutschte mit 35 Zählern auf Platz 16 ab, nachdem die TuS Koblenz (35) durch ein 1:1 bei Rot-Weiss Ahlen vorbeizog. Wollitz zeigte sich dennoch kämpferisch: "Ich wüsste nicht, warum wir absteigen sollten."

Angesichts der Sorge um den Klassenerhalt hat 1 860 München (38 Punkte) noch einmal den Trainer gewechselt. "Feuerwehrmann" Ewald Lienen übernimmt das Kommando von Uwe Wolf, der seit der Beurlaubung von Marco Kurz am 24. Februar bei den Sechzigern als Interimstrainer fungierte. Ebenfalls noch zittern müssen Ahlen (40), der FC Augsburg, Rot Oberhausen-Weiß (beide 39), Frankfurt (37) und Hansa Rostock (36.).

© SID

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