Fußball 2.Bundesliga
Ausschreitungen bei Rostock gegen St. Pauli

Beim Zweitliga-Duell zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli ist es am Freitag zu Ausschreitungen gekommen. Bilanz: 52 Randalierer wurden verhaftet, 15 Personen verletzt.

Vor und nach dem Zweitligaspiel zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli (3:0) ist es zu Ausschreitungen von gewaltbereiten Anhängern gekommen. Laut Polizeiangaben wurden sechs Beamte und neun Randalierer leicht verletzt, 52 Rostocker Chaoten wurden vorübergehend festgenommen.

DFB-Präsident Theo Zwanziger reagierte mit Unverständnis auf die erneuten Randale: "Es ist enttäuschend und frustrierend, was da passiert. Das sind Gruppen mit krimineller Energie, die außerhalb des Stadions Aufmerksamkeit erreichen wollen. Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, warum die Hemmschwelle für Gewalt so niedrig ist", sagte Zwanziger und kündigte an: "Natürlich werden wir die Vorfälle um das Spiel untersuchen."

Die Rostocker Verantwortlichen verurteilten ebenfalls die Ereignisse. "Angriffe auf Gästefans und Polizeibeamte sind nicht hinnehmbar. Die in den vergangenen Wochen und Monaten unternommenen Anstrengungen von Verein, Fans und Polizei, das Image von Hansa und seiner Anhänger zu fördern, sind durch die von Unbelehrbaren initiierten Vorfälle mit Füßen getreten worden", erklärte Hansa-Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow. Man werde alles unternehmen, um Beteiligte zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen, so Grabow.

Direktes Aufeinandertreffen der Fanlager konnte verhindert werden

Nach dem Abpfiff griff eine Gruppe von bis zu 500 Personen massiv die Absperrungen der Polizei an, die die Fanlager trennen sollte. Daraufhin kam es zum Einsatz von zwei Wasserwerfern. "Durch das von der Polizei verfolgte Prinzip, die Fanlager konsequent zu trennen, kam es zu keinem direkten Aufeinandertreffen der beiden Fangruppen", erklärte Kriminaldirektor Peter Mainka, Leiter der Polizeiinspektion Rostock.

Vor dem Anpfiff aber hatten Hansa-Fans etwa 1 200 Gäste-Anhänger bei der Anreise auf dem S-Bahn-Haltepunkt Parkstraße angegriffen und mit Flaschen und Steinen beworfen. 52 Rostocker Randalierer wurden daraufhin in Gewahrsam genommen. Gegen 47 von ihnen laufen Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs.

Im Vorfeld des Nordderbys hatten die Vorstände beider Vereine ihre Fans zu einem friedlichen Miteinander aufgerufen. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Auseinandersetzungen gewaltbereiter Anhänger beider Klubs gekommen.

© SID

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