Fußball 2.Bundesliga
Berhalter und Calik droht Anklage vom DFB

Wegen des Verdachts auf eine Tätlichkeit hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen gegen 1 860 Münchens Gregg Berhalter eingeleitet. Auch Sekan Calik von Rot-Weiss Essen droht nach einer Schwalbe Ärger.

Der 2:0-Sieg von 1 860 München gegen Eintracht Braunschweig könnte für Gregg Berhalter ein Nachspiel haben. Dem US-amerikanischen Kapitän von 1 860 München droht eine nachträgliche Sperre durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Kontrollausschuss unter dem Vorsitz von Horst Hilpert (Bexbach) hat nach Auswertung der Fernsehbilder vom Punktspiel der "Löwen" am Sonntag ein Ermittlungsverfahren gegen den 33-Jährigen eingeleitet.

Laut Kontrollausschuss besteht der Verdacht, "dass sich Berhalter unbeobachtet vom Schiedsrichter einer Tätlichkeit gegen den Gegner und damit eines krass sportwidrigen Verhaltens schuldig gemacht haben könnte". Der Abwehrspieler soll seinem Gegenspieler Alexander Golban in der 6. Minute absichtlich mit dem rechten Knie in den Genitalbereich getreten haben.

Schiedsrichter Wolfgang Walz (Pfedelbach) hat dem Kontrollausschuss erklärt, diesen Vorfall nicht gesehen zu haben. Deshalb kann der Ausschuss nachträglich ermitteln. Berhalter und Golban wurden vom DFB zu "zeitnahen schriftlichen Stellungnahmen" aufgefordert. Nach Auswertung der Stellungnahmen wird der Ausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

Auch Essens Calik droht Ärger

Auch gegen Serkan Calik von Rot-Weiss Essen ermittelt der DFB-Kontrollausschuss wegen des Verdachts des krass sportwidrigen Verhaltens. Der 20-Jährige wird nach der Auswertung der Fernsehbilder verdächtigt, sich am Sonntag im Spiel gegen Kickers Offenbach (2:2) in der 63. Minute absichtlich im Strafraum fallen gelassen zu haben, ohne dass ein Körperkontakt mit dem Offenbacher Torhüter Cesar Thier vorgelegen habe.

Schiedsrichter Christian Schößling (Leipzig) entschied in dieser Situation auf Elfmeter, den Victor Hugo Lorenzon zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Gastgeber verwandelte. Nach der Begegnung erklärte der Stürmer, er habe eine Berührung gespürt. Der Kontrollausschuss unter Vorsitz Hilpert hat Calik zu einer zeitnahen schriftlichen Stellungnahme zu dem Vorwurf aufgefordert. Nach Auswertung der Stellungnahme wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden. Sportgericht hebt Gelbe Karte gegen Riether auf

Derweil hob das Sportgericht eine Gelbe Karte gegen Sascha Riether vom Zweitligisten SC Freiburg aufgehoben. Das teilte der DFB am Montag mit. Damit wurde dem Einspruch der Freiburger gegen die Verwarnung des Mittelfeldspielers wegen eines Irrtums von Schiedsrichter Peter Sippel (München) stattgegeben.

"Die Aussage des Schiedsrichters und die Betrachtung der Fernsehaufzeichnung ergeben eindeutig und zweifelsfrei, dass die gegen Riether ausgesprochene Verwarnung unrichtig war und auf einem offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters beruhte", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Rainer Koch zur Begründung.

Riether war in der Begegnung gegen Rot-Weiß Essen (3:1) am 28. Januar wegen eines angeblichen Foulspiels an Danko Boskovic von Sippel verwarnt worden. Gegen diese Entscheidung hatte Freiburg protestiert, da Boskovic nach einem Zweikampf mit Andreas Ibertsberger zu Fall gekommen war.

© SID

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