Fußball 2.Bundesliga
Bielefeld peilt Sieg Nummer acht an

Tabellenführer Arminia Bielefeld will am elften Spieltag im Absteiger-Duell gegen Energie Cottbus seine Siegesserie ausbauen. Ahlen steht gegen Greuther Fürth enorm unter Druck.

Die 2. Bundesliga blickt heute geschlossen nach Ostwestfalen: Sowohl bei Tabellenführer Bielefeld als auch bei Schlusslicht Ahlen öffnen sich heute die Stadiontore. Die Vorzeichen können jedoch unterschiedlicher kaum sein: Während die Arminia gegen Energie Cottbus den achten Punktspielsieg in Folge anstrebt, wartet Rot Weiss vor der Pokalrevanche gegen die Spvgg Greuther Fürth (beide 13.00 Uhr, live bei Sky und Liga total) überhaupt auf den ersten "Dreier" der Saison.

Fürth, 29. August, kurz nach 14.00 Uhr: Christopher Nöthe bringt seine Farben gegen Bielefeld in der 49. Minute mit 2:0 in Führung. Die Leistung der Gäste ist durchwachsen, der Fehlstart ins Unterhaus des deutschen Fußballs scheint für Trainer-Novize Thomas Gerstner und sein Team perfekt. Doch dann wendet sich das Blatt, von diesem Augenblick an trifft in Spielen mit Bielefelder Beteiligung in der Liga nur noch Arminia. Mit zwei Doppelschlägen drehen die Ostwestfalen die Partie komplett und auch die folgenden sechs Auftritte gehen mit 10:0-Toren an den aktuellen Ligaprimus.

581 Minuten musste Torwart Dennis Eilhoff mittlerweile nicht mehr hinter sich greifen, mit 24 Punkten grüßt der mit sieben Bundesliga-Aufstiegen Rekordaufsteiger (ebenso Nürnberg) vom "Platz an der Sonne". Von fünf Heimspielen ging nur das erste gegen den FC Augsburg verloren. Bis auf Innenverteidiger Markus Bollmann, der im Derby in Paderborn mit einem Schlüsselbeinbruch ausgewechselt werden musste, und Mittelstürmer Pavel Fort kann Gerstner auf sein komplettes Stammpersonal zurückgreifen.

"Alles über 20 Punkte ist richtig gut"

Heute gibt Mitabsteiger Energie Cottbus seine Visitenkarte auf der "Alm" ab. Ambitioniert gestartet backt Übungsleiter Claus-Dieter Wollitz nach nur zwölf Zählern aus den ersten zehn Spielen nun kleinere Brötchen. "Alles über 20 Punkte im Winter ist richtig gut", sagt der Trainer, der normalerweise für ein eher forsches Auftreten in der Öffentlichkeit bekannt ist. Der Weg mehr mit jungen deutschen Spielern als mit Kräften aus Osteuropa Erfolg zu haben, kommt bei den Anhängern gut an, ist aber weit und steinig: Aus den letzten sieben Spielen brachten die Lausitzer nur einen Sieg hervor (3:0 gegen Frankfurt).

Auswärts hat Energie in dieser Saison zwar erst einmal verloren, allerdings steht bei drei Remis auch erst ein "Dreier" auf der Habenseite. Gegen Arminias Abwehrbollwerk könnte wie bei der Punkteteilung gegen St. Pauli (1:1) am letzten Wochenende der Dreiersturm um Stoßstürmer Emil Jula sowie dem zuletzt starken Leonard Kweuke und dem zuletzt erfolglosen Sergiu Radu für etwas Zählbares sorgen. Die letzten beiden Duelle auf Bielefelder Terrain endeten 1:1, beide Male ging es um Bundesliga-Punkte im Abstiegskampf.

Ahlen startet neuen Versuch

Den Abstiegskampf einläuten würde 40 Kilometer südwestlich gern Schlusslicht Rot Weiss Ahlen. Bisher gaben sich die Kicker von der Werse zumeist eher kampflos ihrem Schicksal hin. Der frische Wind des Trainerwechsels von Kurzzeitlösung Andreas Zimmermann zu Christian Hock, beim 1:1 in Koblenz noch spürbar, scheint nach dem 1:3 gegen den FC Augsburg verflogen. Der letzte Sieg in der 2. Liga datiert vom 10. Mai: Am 31. Spieltag wies Rot Weiss den FC Ingolstadt mit 2:0 auswärts in die Schranken. In dieser Saison sahen die Fans neben vier teilweise hohen Pleiten daheim nur ein torloses Remis gegen 1 860 München.

Ausgerechnet gegen die Spvgg Greuther Fürth soll das Glück zurückkehren. Der Verein, der ein dreiblättriges Kleeblatt im Wappen trägt, konnte in den letzten drei Duellen in Ahlen jeweils den "Dreier" nach Franken entführen. Auch in der diesjährigen zweiten DFB-Pokal-Hauptrunde behielten die Gäste durch ein spätes Tor von Nicolai Müller in der Verlängerung trotz großen Kampfes der Gastgeber im Wersestadion mit 3:2 die Oberhand. Zudem reisen die Franken durch den 1:0-Pokalerfolg gegen den VfB Stuttgart euphorisiert und mit breiter Brust an. Eine Statistik spricht jedoch für das Kellerkind: Auf einen überraschenden Sieg der "Wundertüte" Fürth folgte in dieser Spielzeit zumeist eine Niederlage.

© SID

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