Fußball 2.Bundesliga
Braunschweig hofft auf Retter Vasic

Der Neue ist da - und mit ihm die Hoffnung auf Besserung: Am Montag ist Djuradj Vasic als Trainer bei Eintracht Braunschweig vorgestellt worden und sieht für sich "eine einmalige Chance".

In der Regionalliga war der neue Braunschweiger Hoffnungsträger ein ganz Großer. In 133 Spielen mit dem Süd-Regionalligisten SV Wehen schaffte Trainer Djuradj Vasic immerhin 63 Siege und formte den Klub aus Taunusstein innerhalb von vier Jahren zu einem Aufstiegskandidaten. Nun soll der gebürtige Serbe mit deutschem Pass Ähnliches beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig vollbringen. Die Niedersachsen verpflichteten den 50-Jährigen als Nachfolger des entlassenen Michael Krüger und statteten ihn mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2008 aus.

Eintracht-Boss Glogowski zuversichtlich

"Er ist genau der Typ, den wir in unser schwierigen Situation brauchen. Er kann zupacken und ist ein guter Analytiker", lobt Eintracht-Präsident Gerhard Glogowski, der Vasic für eine Ablösesumme im vierstelligen Bereich aus seinem bis 2009 datierten Kontrakt in Wehen auslöste. Geschäftsführer Rolf Dockter, der den ebenfalls vor knapp zwei Wochen entlassenen Wolfgang Loos als Sportdirektor beerbt hatte, ergänzte: "Djuradj Vasic steht für kontinuierliche Arbeit."

Am Dienstag wird der neue Coach erstmals das Training der Braunschweiger leiten und das Team des Tabellen-16. auf das Punktspiel bei Erzgebirge Aue am kommenden Sonntag vorbereiten. Bereits am Montag suchte er das Gespräch mit dem bisherigen Co- und Interimstrainer Willi Kronhardt, der als Assistent im Amt bleibt und die Mannschaft am vergangenen Freitag zu einem 2:0-Sieg gegen 1 860 München geführt hatte.

"Dies ist eine einmalige Chance, und ich hätte es bereut, sie nicht ergriffen zu haben. Braunschweig hat mir das Gefühl gegeben, dass sich mich unbedingt wollten", sagte Vasic, dessen Vertrag bei der Eintracht auch im Falle eines Abstiegs seine Gültigkeit behalten würde.

Seit 22 Jahren in Deutschland

Vor seinem Engagement in Wehen war der Fußball-Lehrer für den VfR Bürstadt und den 1. FC Schweinfurt 05 tätig. Die Unterfranken führte er in seiner Amtszeit von 1994 bis 2002 von der Oberliga in die 2. Liga. Nach Deutschland kam er bereits 1984 als Spieler des SK Novi Sad und schloss sich den Bürstädtern an.

Beim SV Wehen, der den dritten Rang der Regionalliga Süd belegt, bedauerte man den Abgang von Vasic zutiefst. "Nach all den Spielern, die wir an Bundes- und Zweitligisten abgeben mussten, wird uns jetzt noch einmal ganz drastisch vor Augen geführt, was es bedeutet, als kleiner Regionalligaverein nur Sprungbrett zu sein", beklagte Manager Bruno Hübner.

© SID

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