Fußball 2.Bundesliga
Dämpfer für Berliner Aufstiegsträume

Der MSV Duisburg hat am 14. Spieltag der 2. Bundesliga den Aufstiegsambitionen der Berliner Hertha einen Dämpfer verpasst. Die "Zebras" gewannen bei der "Alten Dame" mit 2:0 (0:0).

Bundesliga-Absteiger Hertha BSC ist in eine kleine Krise geschlittert. Eine Woche nach dem 0:2 beim VfL Osnabrück kassierte die Mannschaft von Trainer Markus Babbel mit einem 0:2 (0:0) im Spitzenspiel gegen den MSV Duisburg seine erste Heimniederlage der Saison und verpasste es damit, die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zurückzuerobern.

Die Berliner, die von ihren letzten vier Spielen nur eins gewonnen haben, fielen auf den Relegationsplatz drei zurück, da der MSV aufgrund der besseren Tordifferenz vorbeizog. Am Sonntag kann Aufsteiger Erzgebirge Aue durch einen Erfolg im Ostderby bei Energie Cottbus seinen Vorsprung von einem Punkt auf das Verfolgerduo ausbauen.



Babbel nach Abpfiff bedient

Babbel war nach dem Abpfiff bedient. "Wir hatten nicht die Gier, einen solchen Gegner zu schlagen. Uns fehlte die Überzeugung. Die Saison hat für uns gut begonnen, doch dann ist Zufriedenheit eingezogen. Dagegen müssen wir etwas tun", sagte der Hertha-Coach sichtlich angesäuert. Duisburgs Co-Trainer Fuat Kilic, der unter der Woche seinen wegen eines Trauerfalls in der Familie verhinderten Chef Milan Sasic vertreten hatte, war dagegen glücklich: "Wir sind sehr zufrieden, ich bin stolz auf die Mannschaft." Sasic war erst am Freitag aus seiner Heimat Kroatien nach Berlin geflogen.

Vor 32 052 Zuschauern im Olympiastadion sorgte Olcay Sahan in der 52. Minute mit seinem vierten Saisontreffer für die MSV-Führung. Nachdem Hertha-Torwart Marco Sejna den Ball nach einem Lupfer von Filip Trojan an die Querlatte gelenkt hatte, war Sahan zur Stelle. Srdjan Baljak schloss kurz vor dem Abpfiff einen Konter zur Entscheidung ab (85.). Für Duisburg war es der erste Sieg in Berlin seit 1984.

Bereits vor der Pause hatte der MSV die Gastgeber vor erhebliche Probleme gestellt. Olivier Veigneau, Stefan Maierhofer und Baljak hatten jeweils die Möglichkeit, Duisburg in Front zu bringen. Roman Hubnik vergab auf der anderen Seite eine gute Chance für die Hertha, die in der 37. Minute über das vermeintliche 1:0 jubelte. Aber der Treffer von Waleri Domowtschiski wurde zu Unrecht wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.



Berlin erhöht den Druck zu spät

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Duisburger das Geschehen und hätten durch Baljak schon in der 59. Minute auf 2:0 erhöhen müssen, er verfehlte das Ziel aber um wenige Zentimeter. Die Berliner erhöhten in der Schlussphase zwar nochmal den Druck, blieben aber immer wieder hängen.

Bei den insgesamt schwachen Berlinern verdienten sich Sejna und Pierre-Michel Lasogga die Bestnoten. Bei den Westdeutschen überzeugten vor allem Julian Koch und Sahan.

© SID

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