Fußball 2.Bundesliga
Daum kritisiert seine eigenen Winter-Transfers

Ausgerechnet Christoph Daum hat die Transferpolitik des Zweitligisten 1. FC Köln kritisiert. Was sie während der Winterpause gemacht hätten, sei absoluter Mist gewesen, erklärte der Trainer der "Geißböcke".

Kölns Coach Christoph Daum hat sich negativ über die Transferpolitik der "Geißböcke" während der Winterpause geäußert, ließ dabei allerdings Selbstkritik vermissen. "Wir haben total daneben gegriffen. Es war absoluter Mist, was wir gemacht haben", sagte der 53-Jährige im Interview mit der Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten (Samstag-Ausgabe). Der FC hatte sich im Winter mit Serhat Akin (RSC Anderlecht), Fabio Luciano (Rentistas Montevideo), Marius Johnsen (Start Kristiansand), Andre (Iraty Sportsclub) und Tiago (Atletico Mineiro) verstärkt. Alle fünf Verpflichtungen waren von Daum höchstpersönlich abgesegnet worden.

Allerdings begründete der Coach die Transfer-Entscheidungen in jedem Einzelfall. Auch finanziell sei der Klub, der am Montag beim Tabellenzweiten Hansa Rostock (20.15 Uhr/live bei Arena und im DSF) antreten muss, durch die Verpflichtungen ein überschaubares Risiko eingegangen.

Alle Neuzugänge sind nur ausgeliehen

Daum: "Alle sind zunächst nur für ein paar Monate ausgeliehen. Wir haben die ganzen Dinge ohne Risiko gemacht. Noch nicht einmal zweieinhalb Mill. haben wir ausgegeben. Wir haben Ausleihverträge bis zum Sommer gemacht. Wir können im Sommer sagen, wir verpflichten den einen oder anderen, oder wir können auch nein sagen. Über das aktuelle Gehalt und die Ausleihgebühr hinaus belasten alle neuen Spieler den Etat nicht."

Daum führte erneut aus, dass er bei seinem Stammklub einen langfristigen Plan verfolge. "Ich sage, du brauchst beim FC einen Aufbauplan, der drei Jahre dauert. Und an den müssen wir uns jetzt begeben", sagte der Coach, "auch wenn das wieder einen Schnitt bringt, es wieder Diskussionen gibt. Wir müssen schauen, wer von den vorhandenen Spielern den Weg mitgeht - von der sportlichen Qualifikation her, von der Identifikation mit der Region, mit dem Beruf. Das sind eigentlich die Kriterien: Charakter, Qualität."

© SID

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