Fußball 2.Bundesliga
DFB untersucht Rostocker Krawalle in Essen

Die Ausschreitungen der Zweitliga-Partie zwischen Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock am Montag werden ein Nachspiel haben. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen eingeleitet.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat wegen der Krawalle beim Zweitliga-Spiel am Montagabend zwischen Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock (0:0) Ermittlungen aufgenommen.

Aufgrund der 15-minütigen Spielunterbrechung, die durch Vorkommnisse im Hansa-Zuschauerblock provoziert wurden, müssen offenbar die Mecklenburger mit einer empfindlichen Bestrafung rechnen. Möglich erscheinen eine hohe Geldstrafe, ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder eine Platzsperre. Ein Punktabzug ist allerdings eher unwahrscheinlich. Die Rostocker sind für das Verhalten ihrer Anhänger haftbar. Am Dienstagmittag kündigte der Klub die Bildung einer Sonderkommission an, die eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten werde.

Bei den Ausschreitungen wurden insgesamt 14 Personen verletzt und 75 Randalierer in Gewahrsam genommen. Elf Personen müssen mit einem Strafverfahren rechnen. Ihnen wird unter anderem Landfriedensbruch und Körperverletzung vorgeworfen. Um weitere Hinweise auf die Täter zu erlangen, sollen zudem Videoaufnahmen ausgewertet werden. In der zweiten Halbzeit hatten Rostocker Rowdies im Gästeblock einen Feuerwerkskörper gezündet und eine Fahne in Brand gesteckt, worauf auf der Tribüne Panik ausbrach und die Begegnung für 15 Minuten unterbrochen werden musste. Erst nach dem Eingreifen von 200 Polizeibeamten konnte das Spiel fortgesetzt werden.

Am Mittwoch sollen die Informationen vorliegen

Der DFB-Kontrollausschussvorsitzender Horst Hilpert (Bexbach) will bis spätestens Mittwoch alle Informationen zu den Ausschreitungen auswerten. "Dass es sich hierbei um kein Bagatelldelikt handelt, hat jeder gesehen. Wir werden nun alle Erkenntnisse sorgfältig auswerten und danach das Verfahren einleiten", erklärte Hilpert auf der Verbands-Homepage (www.dfb.de).

Für Mittwochmorgen ist der Eingang des schriftlichen Berichtes von Schiedsrichter Jochen Drees (Mainz) in der DFB-Zentrale angekündigt. Darüber hinaus sollen alle relevanten Informationen der Sicherheitsexperten schnellstmöglich an den DFB-Kontrollausschuss weitergeleitet werden. Laut DFB-Statuten werden zwei Aspekte vom DFB-Kontrollausschuss untersucht. Die Ermittlungen betreffen einerseits die Frage, inwieweit Essen seine Sicherheitsverpflichtungen als Platzverein erfüllt hat und andererseits die Tatsache, dass der FC Hansa für die Krawalle seiner Anhänger im Gästeblock haftbar zu machen ist. Nach dieser Prüfung wird der DFB-Kontrollausschuss zeitnah Anklage vor dem DFB-Sportgericht erheben.

© SID

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