Fußball 2.Bundesliga
DFL fordert Nachbesserung bei Jenaer Kooperation

Zweitligist FC Carl Zeiss Jena darf vorerst nicht mit einem russischen Investor zusammenarbeiten. Laut DFL sollen bei dem geplanten Kooperationsvertrag erst zahlreiche Passagen geändert werden.

Die DFL Deutsche Fußball-Liga Gmbh (DFL) hat der geplanten Kooperation des Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena mit einem russischen Investor die Zustimmung verweigert. Die DFL konnte den geplanten Kooperationsvertrag in der vorgelegten Form nicht akzeptieren. Mit Blick auf die Statuten, denen sich auch der FC Carl Zeiss Jena unterworfen hat, wurde dem Klub dringend nahe gelegt, zahlreiche Passagen grundlegend zu ändern, hieß es in einer Pressemitteilung der DFL.

"Dabei ging es vor allem um Entscheidungskompetenzen im sportlichen Bereich", erklärte DFL-Geschäftsführer Christian Müller nach dem Treffen am Montag und fügte hinzu: "Die Liga-Statuten schließen aus, dass ein Minderheitsgesellschafter in irgendeiner Form die Politik, insbesondere die Personalpolitik, eines Lizenznehmers bestimmt."

Gespräche mit dem Investor notwendig

Der FC Carl Zeiss Jena signalisierte laut DFL daraufhin, Gespräche mit dem potentiellen Partner mit dem Ziel der Vertragsanpassung zu führen. Der Verein bestätigte in einer Pressemitteilung am Abend nochmals, dass man den Wünschen der DFL "grundsätzlich zustimmen" würde. Allerdings seien zuvor noch Gespräche mit dem Investor notwendig.

"In Vorbereitung der Sitzung am heutigen Tag (Montag/Anmerk. d. Red.) wurde der Investor um persönliche Anwesenheit und Unterlagenbeibringung gebeten. Diesem Wunsch ist er leider nicht nachgekommen. Das Präsidium sieht sich wegen der Sanktionsmöglichkeiten der DFL auf Basis der bisherigen Informationen nicht in der Lage, auf der Mitgliederversammlung über die Aufnahme des Investors zu entscheiden und will diese Entscheidung ggf. einer späteren Versammlung vorbehalten, wenn bis dahin die Risiken und Unklarheiten beseitigt sind", hieß es in einer Pressemitteilung des Klubs.

20 bis 25 Mill. Euro für die Vereinskasse

Der Investor soll 49 Prozent der Anteile an der neuen Spielbetriebs-Gmbh in Jena erhalten und einen von zwei Geschäftsführern stellen. Dies ist einer der Kritikpunkte der DFL. Ein Bau- und Immobilienunternehmen, hinter dem die beiden russischen Geschäftsmänner Atlan Schischkanow und Murat Lujanow stehen, will in den kommenden fünf Jahren 20 bis 25 Mill. Euro in die Vereinskasse pumpen.

Immerhin können die Mitglieder auf der Versammlung am 29. September über die Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Gesamtverein abstimmen. "Die geplante Ausgliederung in die FC Carl Zeiss Jena Fußballspielbetriebs Gmbh findet die volle Zustimmung durch die DFL", hieß es weiter in der Mitteilung der Jenaer.

© SID

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