Fußball 2.Bundesliga
Euphorische Pfälzer im "Krisengebiet"

Ausgerechnet gegen den unbesiegten Spitzenreiter Kaiserslautern soll für Schlusslicht FSV Frankfurt der erste "Dreier" her. Gleiches gilt für Rot Weiss Ahlen gegen Hansa Rostock.

Bereits nach sieben Spieltagen stehen der FSV Frankfurt und Rot Weiss Ahlen mit dem Rücken zur Wand: Bei nur jeweils einem Zähler auf der Habenseite liegt das rettende Ufer bereits sieben Punkte entfernt. Während die Ostwestfalen in Andreas Zimmermann auf einen neuen Übungsleiter bauen, soll bei den Hessen Tomas Oral das Ruder herumreißen. Heute stellt sich ausgerechnet der ungeschlagene Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern im "Krisengebiet" am Bornheimer Hang vor, Rot Weiss Ahlen will die gute Leistung aus dem Berlin-Gastspiel gegen Hansa Rostock wiederholen. In der dritten Partie sucht der FC St. Pauli gegen 1 860 München nach alter Heimstärke (alle 13.30 Uhr/live auf Sky und Liga total).

Der FSV Frankfurt kann nicht mehr gewinnen. Am 29. Spieltag der vergangenen Spielzeit durften die Hessen das letzte Mal jubeln, der einzige Saisonpunkt wurde beim 0:0 gegen den SC Paderborn eingefahren. Mit 17 Gegentreffern stellt die Truppe von Trainer Tomas Oral die löchrigste Verteidigung der Liga, mit drei Treffern den harmlosesten Angriff. Gegen den Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern soll der Bock endlich umgestoßen werden.

Doch die "Roten Teufel" schwimmen auf einer Euphoriewelle und lassen die eigenen Anhänger von einer Rückkehr ins Oberhaus träumen: Das Team von Marco Kurz ist in dieser Saison noch ungeschlagen, gewann die letzten drei Ligaspiele sowie das DFB-Pokalspiel gegen das in der Bundesliga unbesiegte Bayer Leverkusen. Also leichtes Spiel in Frankfurt? In der letzten Saison behielt der FSV mit 1:0 die Oberhand.

Ahlen empfängt Rostock

Ebenso miserabel ist die Situation bei Rot Weiss Ahlen. Doch durch die Beförderung von Andreas Zimmermann vom Jugend- zum Cheftrainer scheint ein Ruck durch die Mannschaft gegangen zu sein: Im Pokal schieden die Ostwestfalen, die nun verstärkt auf Eigengewächse setzen, erst in der Schlussminute der Verlängerung gegen Greuther Fürth aus, bei Union Berlin zog man etwas unglücklich mit 1:2 den Kürzeren.

Als Aufbaugegner müsste Hansa Rostock gerade recht kommen. Die Kicker aus dem Nordosten der Republik haben sich in dieser Saison auf fremdem Platz stets in Geberlaune gezeigt: Bei einer Tordifferenz von 3:9 durften in den drei Auswärtsauftritten immer die Gegner jubeln. Doch die Elf von Andreas Zachhuber kommt mit einer Menge Rückenwind aus dem 4:0-Heimerfolg gegen Greuther Fürth an die Werse und schielt auf die obere Tabellenhälfte. Außerdem hat Hansa noch nie in Ahlen verloren (ein Sieg, ein Remis).

Besonderes Spiel für Lehmann und Ludwig

Die Sonntagspartien runden der FC St. Pauli und 1 860 München ab. Pauli ist aus der Erfolgsspur gekommen: Nach 13 Punkten aus den ersten fünf Spielen haben die "Freibeuter der Liga" um Ex-"Löwe" Matthias Lehmann in der Liga zuletzt zweimal verloren. Das Stadion am Millerntor war in dieser Spielzeit zudem nicht die gewohnte Festung. Bei einem Sieg steht auch ein Remis und eine Niederlage zu Buche.

Kontrahent 1 860 München ist aber auswärts mit einem eingefahrenen Zähler auch nicht als Punkteräuber bekannt. Sollten die "Sechzger" um Ex-Paulianer Alexander Ludwig aber in Hamburg erneut leer ausgehen, würden die vorderen Plätze für Trainer Ewald Lienen und seine Jungs vorläufig außer Reichweite geraten. Letzte Saison unterlag 1 860 auf dem Kiez 0:1.

© SID

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