Fußball 2.Bundesliga
FCN-Personalkarussel dreht sich: Vittek nach Lille

Kurz vor Ende der Transferfrist wird beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg kräftig gewechselt. Robert Vittek wechselt zum OSC Lille, Angelos Charisteas ist kurz vor dem Absprung.

Nach dem durchwachsenen Saisonstart des Bundesliga-Absteigers 1. FC Nürnberg gerät herrscht bei dem Zweitligisten weiterhin eine angespannte Situation. Trainer Thomas von Heesen gerät zunehmend unter Druck. Zudem dreht sich beim "Club" kurz vor Ende der Transferperiode am Sonntag (31. August) das Personalkarussell noch einmal kräftig.

Angreifer Robert Vittek wechselt zum OSC Lille in die erste französische Liga, Abwehrspieler Jacques Abardonado verlässt den Zweitligisten ebenfalls in Richtung Frankreich und Angelos Charisteas soll bis Sonntag noch abgegeben werden. Dagegen hat Sportdirektor Martin Bader einen Wechsel von Marek Mintal zum Bundesligisten VfL Wolfsburg ausgeschlossen.

Diskussionen gibt es beim Club derzeit aber vor allem um Trainer von Heesen, der bei den Fans, aber auch intern wenig Kredit besitzt. "Es ist im Moment nicht so, dass es sich in Ruhe arbeiten lässt. Wir müssen jetzt schnell Erfolg haben, damit sich alles beruhigt", erklärte Bader vor dem Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere) gegen Alemannia Aachen.

Gegen Aachen wird auch Angreifer Mintal trotz aller Spekulationen wohl noch dem FCN-Kader angehören. "Wir geben Marek definitiv nicht ab. Er ist ein wichtiger Eckpfeiler in unseren Planungen", sagte Bader am Donnerstag dem sid nach einem Gespräch mit Mintal.

Vittek wollte weg

Dagegen konnte Bader den zweiten slowakischen Nationalspieler nicht zu einem Verbleib in Nürnberg überreden. Vittek wird in Lille einen Vertrag unterschreiben, die Ablöse beträgt zwischen drei und vier Mill. Euro. "Das ist bedauerlich. Aber Robert wollte unbedingt weg, er war nicht umzustimmen", erklärte der FCN-Manager. Bei Abardonado, den von Heesen nach dem Lautern-Spiel heftig kritisiert hatte, würden laut Bader neben sportlichen Gründen vor allem persönliche Dinge eine Rolle für seinen plötzlichen Abgang spielen. Man werde ihm keine Steine in den Weg legen. Das Ziel des Abwehrspielers ist unbekannt. Noch offen ist die Zukunft des griechischen Nationalspielers Charisteas, für den es bisher noch keine konkreten Angebote gibt.

Sollte der Angreifer den neunmaligen deutschen Meister verlassen, "dann würden wir im Angriff wohl noch was machen", meinte Bader. Auch in der Abwehr ist nach dem Abschied von Abardonado und der Verletzung von Kapitän Andreas Wolf noch ein Transfer möglich, auch wenn Präsident Michael A. Roth dies zuletzt noch ausgeschlossen hatte.

© SID

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