Fußball 2.Bundesliga
FSV-Boss attackiert Lokalrivalen Kaiserslautern

Präsident Harald Strutz vom Zweitliga-Spitzenreiter Mainz 05 hat die Unterstützung des Tabellennachbarn und Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern durch die Landesregierung kritisiert.

Harald Strutz, Präsident des Zweitliga-Tabellenführers FSV Mainz 05, hat die Verbindungen zwischen den politischen Entscheidungsträgern in Rheinland-Pfalz und dem Mainzer Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern kritisiert. Der Klubchef äußerte seinen Unmut über die Zuwendungen an den FCK, der in den vergangenen Jahren mehrfach in finanzielle Nöte geraten war.

"Die Politik muss endlich erkennen, dass der FCK keine Sonderstellung mehr genießen darf. Die WM ist vorbei und alles was zum wirtschaftlichen Debakel führte, hat nicht nur mit dem Stadion auf dem Betzenberg zu tun, sondern mit Managementfehlern", sagte Strutz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Reduzierte Stadionmiete

Strutz bezieht sich auf die wirtschaftlichen Probleme der Roten Teufel, die sich mit dem Ausbau des Fritz-Walter-Stadions im Vorfeld der WM 2010 übernommen hatten und seitdem mehrfach kurz vor der Pleite standen. Um die WM in Kaiserslautern zu retten, musste das Land in die Bresche springen. Um dem FCK das Überleben im bezahlten Fußball zu ermöglichen, reduzierte die Stadt Kaiserslautern im Sommer die Stadionmiete.

Strutz ist die Unterstützung für die Pfälzer, die derzeit punktgleich mit FSV an der Tabellenspitze stehen, ein Dorn im Auge: "Da muss man sich irgendwann hinterfragen und sagen: 'Steuergelder sind genug verbraucht worden, ihr müsst euch jetzt selbst helfen'. Es passt nicht ins Bild, Verbindlichkeiten von der Kommune erlassen zu bekommen und gleichzeitig jeden Tag neue Transfers zu veröffentlichen."

© SID

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