Fußball 2.Bundesliga
Hansa Rostock setzt Manager Maronn vor die Tür

Manager Herbert Maronn wurde von Hansa Rostock vor die Tür gesetzt. Sein Nachfolger wird Ex-Profi Rene Rydlewicz. Dieter Eilts, der Trainer des Zweitligisten, bleibt im Amt.

Dieter Eilts bleibt Trainer - Rene Rydlewicz wird neuer Manager: Mit diesen Entscheidungen hat Hansa Rostock auf die anhaltende Talfahrt in der 2. Bundesliga und die größte Krise der Klubgeschichte reagiert. Einen Tag nach dem 0:0 gegen Rot-Weiß Ahlen beurlaubte Hansa Manager Herbert Maronn, Eilts erhielt trotz verheerender Bilanz eine weitere Schonfrist.

"Ich hänge mit Herzblut an diesem Verein. Deshalb habe ich nicht lange überlegt, als die Anfrage kam", sagte Rydlewicz, der einen Vertrag bis 2011 erhielt. Der Kontrakt hat auf Wunsch des neuen Managers nur Gültigkeit für die 1. und 2. Liga. Am Sonntag will Rydlewicz erstmals mit Eilts sprechen, Montag folgt das Gespräch mit den Spielern.

"Ich habe mir bereits ein Bild von der Mannschaft gemacht und bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen", sagte Rydlewicz. Der Ex-Profi, der den Vorzug vor "Paule" Beinlich erhielt, hatte von 2000 bis 2008 für Hansa gespielt. Zuvor war der frühere U21-Nationalspieler für Bayer Leverkusen, 1 860 München und Arminia Bielefeld aktiv. "Meine Karriere als Spieler ist damit endgültig abgeschlossen - falls mich Dieter Eilts nicht doch noch einwechselt", scherzte der 35 Jahre alte Rydlewicz.

Mit Rydlewicz ein Zeichen setzen

"Wir wollten mit der Verpflichtung von Rene Rydlewicz ein Zeichen setzen. Er hat acht Jahre für Hansa gespielt, meistens im Abstiegskampf und kennt die Situation", sagte Hansas Vorsitzender Dirk Grabow. Bereits am vergangenen Montag hatten Aufsichtsrat und Vorstand den Manager-Wechsel im Falle eines ausbleibenden Sieges gegen Ahlen angedacht.

Trainer Eilts sprach Grabow das Vertrauen aus: "Wir glauben an ihn. Es gibt kein Ultimatum und keine Jobgarantie. Die Mannschaft muss jetzt die richtige Reaktion zeigen." Der Präsident hatte bereits am Freitag eine Stunde nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ahlen angesichts von nur einem Sieg aus den vergangenen 14 Partien "personelle Konsequenzen" angekündigt.

Manager Maronn werden vor allem ein unzureichendes Krisenmanagement sowie Fehler in der Transferpolitik vorgeworfen. Der 49-Jährige, der nach dem verpassten Aufstieg im Mai 2006 nach neun Jahren als Manager zurückgetreten und ein Jahr später zurückgekehrt war, besitzt bei Hansa noch einen Vertrag bis 2011.

Mit dem Horrorszenario Abstieg hat man sich an der Ostsee notgedrungen bereits beschäftigt und arbeitet parallel auch an den Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga. "Ein Jahr könnte Hansa dort durchaus bestehen", meinte Klubchef Grabow. Auf Dauer jedoch bekäme man Probleme, weil die Infrastruktur des Klubs mittlerweile zu groß sei.

© SID

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