Fußball 2.Bundesliga
Ivanauskas übernimmt das Zepter in Jena

Carl Zeiss Jena hat Valdas Ivanauskas als neuen Trainer verpflichtet. Der Litauer übernimmt beim Zweitligisten das Amt von Frank Neubarth und wird die Thüringer bereits am Sonntag gegen den SV Wehen Wiesbaden betreuen.

Valdas Ivanauskas kehrt zurück in den deutschen Profifußball: Der frühere Hamburger Bundesligaprofi ist neuer Trainer des Zweitligisten Carl Zeiss Jena. Der 41-jährige Litauer wird das Tabellenschlusslicht bereits am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere) im Auswärtsspiel beim Neuling SV Wehen Wiesbaden betreuen.

Helfen soll den Thüringern auch Mill. aus Russland: Am Montag ist die Jenaer Vereinsspitze bei DFL-Finanzgeschäftsführer Christian Müller geladen, um mögliche Probleme wegen des geplanten Einstiegs russischer Geschäftsleute zu erörtern.

Ivanauskas: "So geht es nicht weiter"

"Ich werde Veränderungen in der Aufstellung vornehmen - so geht es nicht weiter", kündigte Ivanauskas an und bezeichnete seinen Stil als "hart, aber ehrlich". Bedarf an Einkäufen sehe er aber momentan nicht: "Die Mannschaft ist stark genug, aus dem Keller herauszukommen. Da gehört sie nicht hin." Am Freitagmorgen hatte der 41-jährige Litauer, der fließend Deutsch spricht, nach einer kurzen Nacht im Hotel Esplanade erstmals das Training bei den noch sieglosen Thüringern geleitet.

"Er brennt für die Aufgabe und ist damit genau der, den wir gesucht haben", sagte Präsident Rainer Zipfel: "Ich bin erleichtert und erlöst. Bei den vielen Baustellen, die wir haben, muss man schließlich aufpassen, dass man sich nicht verfährt." Der Vertrag gilt vorerst bis Saisonende. Interimschef Olaf Holetschek wird wieder Co-Trainer.

Erfolge mit Heart of Midlothian

Der frühere Auswahlspieler Ivanauskas, der von 1993 bis 1997 für den HSV 91 Bundesligapartien absolvierte und später in der Regionalliga für den SV Wilhelmshaven auflief, arbeitete von 2005 an bis März dieses Jahres beim schottischen Klub Heart of Midlothian. Er hatte das Team zum Pokalsieg und Rang zwei in der Premier League geführt, trat nach Zwangspausen aus gesundheitlichen Gründen aber zurück. Zuvor war er Co-Trainer der litauischen Auswahl und Vereinstrainer in der Heimat bei FBK Kaunas.

Jena erhielt in dieser Woche mehrere Absagen, auch von Falko Götz und Michael Frontzeck. Sportdirektor Lutz Lindemann hatte einige Verhandlungen wegen utopischer Gehaltsforderungen - 250 000 Euro netto wurden verlangt - abgebrochen. Zuletzt galt Ex-Bundesligaprofi Reinhard Stumpf als Favorit.

"Kein Zusammenhang zu den russischen Investoren"

In der Nacht zum Freitag entschieden sich Präsidium und Aufsichtsrat dann bei einer Sitzung einstimmig für Ivanauskas, mit dem erstmals am Dienstag auf dem Flughafen in Berlin verhandelt worden war. Den Kontakt hatte der lizenzierte Spielervermittler Thomas Steeger hergestellt, der Duisburger sagte: "Es gibt keinen Zusammenhang zu den russischen Investoren." Am Montag hatte Neubarth nach einem Remis und vier Niederlagen in Serie seinen Hut nehmen müssen.

Ein Bau- und Immobilienunternehmen will in den kommenden fünf Jahren 20 bis 25 Mill. Euro in die Vereinskasse pumpen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sowie Jenas Mitgliederversammlung am 29. September müssen zustimmen. Müller hatte erklärt, dass die DFL den Vertrag in dieser Form nicht akzeptieren werde. Die Investoren sollen 49 Prozent der Anteile an der neuen Spielbetriebs-Gmbh erhalten und einen von zwei Geschäftsführern stellen.

© SID

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