Fußball 2.Bundesliga
Keine Namensänderung auf dem Betzenberg

Der 1.FC Kaiserslautern folgt vorerst nicht dem Beispiel vieler Profiklubs. Der Traditionsverein wird das "Fritz-Walter-Stadion" vorerst nicht nach einem Sponsor umbenennen.

Auf dem Betzenberg wird es zumindest in naher Zukunft keine Umtaufe geben. Die traditionsreiche Spielstätte des 1.FC Kaiserslautern wird auch weiterhin den Namen "Fritz-Walter-Stadion" tragen. Eine baldige Namensänderung aus wirtschaftlichen Gründen stehe derzeit nicht zur Debatte. Dies erklärte der Vorstands-Vorsitzende Stefan Kuntz auf der Jahreshauptversammlung des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern am Mittwochabend.

"Dem Namen Fritz Walter wird weiter Ehre erwiesen werden, Interessenten stehen zudem momentan nicht gerade Schlange", erklärte der Europameister von 1996, der den damals abstiegsbedrohten Zweitligisten im Frühjahr als Vorstandschef übernommen hatte. Kuntz betonte, er wolle "die Marke Kaiserslautern wieder zu alter Stärke in Fußball-Deutschland zurückführen, aber dafür brauchen wir Zeit". Am 19. Januar 2009 werden die "Roten Teufel" den deutschen Rekordmeister Bayern München schon einmal zu einem Testspiel auf dem Betzenberg empfangen.

Die wirtschaftliche Entwicklung des viermaligen deutschen Meisters verläuft allerdings im Moment nicht so zufriedenstellend wie die sportlichen Auftritte des derzeitigen Tabellenzweiten. Der Verein hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 1,777 Mill. Euro abgeschlossen, wie Aufsichtsrats-Vorsitzender Dieter Buchholz bestätigte. Zurückzuführen, so Buchholz, sei die wirtschaftliche Misere vor allem auf die sportliche Talfahrt der Mannschaft im vergangenen Jahr sowie gesunkene Einnahmen aus Fernseh- und Rundfunkübertragungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Verein 19,8 Mill. Euro Umsatz (im Vorjahr 27,4 Millionen).

Kontrolliert wird die Klubführung um Kuntz zukünftig von einem neu zusammengestellten Aufsichtsrat. Die bisherigen Aufsichtsräte Dieter Rombach und Ottmar Frenger wurden wiedergewählt, Martin Sester, Gerhard Theis und Gerhard Steinbach sind neu im Gremium. Dies ergab die Auszählung der Stimmen eine Stunde vor Mitternacht. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Buchholz hatte sich, wie angekündigt, nicht mehr zur Wahl gestellt.

© SID

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